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Traumjob Spieleentwickler: Talent ist gefragt

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Spieleentwickler ist der Traumjob vieler Gamer. Doch der Weg dorthin ist nicht eindeutig vorgegeben. Das bietet Interessenten ...

Köln. Spieleentwickler ist der Traumjob vieler Gamer. Doch der Weg dorthin ist nicht eindeutig vorgegeben. Das bietet Interessenten viele Möglichkeiten, bringt aber auch Probleme mit sich.

Für einen Einstieg in die Computerspiele-Branche sind nach Expertenangaben Kreativität und Talent die grundlegenden Voraussetzungen. «So banal das klingen mag: Talent ist das Wichtigste», sagte der Leiter der Berliner Games Academy, Thomas Dlugaiczyk, in Köln. «Man darf nicht darauf warten, dass man entdeckt wird, sondern muss etwas entwickeln und mit Gleichgesinnten darüber diskutieren, um weiterzukommen.» Ohne eine künstlerische Ader geht es nicht: «Denn die Ansprüche der Spieler sind sehr hoch.»

Rund 40 öffentliche und private Hochschulen bundesweit bieten nach Angaben des Branchenverbands BIU Studiengänge oder Forschungsschwerpunkte zum Thema Games an. «Die Ausbildungsangebote sind extrem breit gefächert. Für den Interessenten ist es eine große Herausforderung, sich da zurechtzufinden», sagte Dlugaiczyk. Die gängigsten Wege sind eine Ausbildung an einer privaten Schule, einer staatlichen Fachhochschule oder Universität.

(17. bis 21. August) in Köln gibt.

die erste auf Computerspiel-Berufe spezialisierte Schule in Deutschland gegründet. Dort zum Beispiel dauert die Ausbildung - je nach Ziel - ein bis drei Jahre. Im ersten Jahr lernen die Studenten Game Design, danach spezialisieren sich viele auf Animation (Game Artist), Programmierung (Game Programmer) oder Produktion (Game Producer). An Partnerhochschulen können sie anschließend den Bachelor-Abschluss in Kommunikationsdesign oder Medieninformatik erreichen.

«Zurzeit werden Arbeitskräfte in der Games-Branche dringend gesucht, vor allem von Online-Unternehmen», sagte Dlugaiczyk. «Aber man weiß nicht, wie sich das entwickelt.» Es könne sein, dass das Wachstum der Branche sich verlangsamt und dann die Nachfrage nachlässt. Außerdem sei die Gamesindustrie einem rasanten Wandel unterworfen, der sich auch in immer neuen Anforderungen an Mitarbeiter widerspiegele.

«Wer heute eine Ausbildung anfängt und in zwei Jahren fertig ist, weiß noch nicht 100-prozentig, wie die Branchenanforderungen dann sein werden», betonte Dlugaiczyk. Deshalb müssten die Institute bei der Gestaltung ihrer Ausbildungen trotz aller Spezialisierung auch eine große Flexibilität bieten. (dpa/tmn)

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