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Auch immer eine gute Berufsidee: Batman sein. Dessen Alter Ego ist reich, das hat auch was für sich.
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Auch immer eine gute Berufsidee: Batman sein. Dessen Alter Ego ist reich, das hat auch was für sich.

Times mager

Zädagogisch

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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Früh übt sich, wer ein Banker werden soll. Der letzte Schrei für ehrgeizige Eltern (und Kinder) ist ein Beschäftigungspark namens „KidZania“.

Der erste Berufswunsch des kleinen Mädchens war Verhaltensforscherin. Denn das musste ein tolles Leben sein, von morgens bis abends Käfern, Schmetterlingen, Hasen (beim Nachbarn), Katzen zuzusehen, und wenn man Glück hatte, einem Igel, Fuchs oder Reh.

Kein Zweifel konnte bestehen, dass ein kleines Reh auf den Namen Bambi hören und der Verhaltensforscherin gegenüber ganz zahm sein würde. Falls das kleine Reh mal gesundheitliche Probleme haben sollte, wäre vielleicht auch Tierärztin nicht schlecht.

Der nächste Berufswunsch war Indianer, mindestens als guter Freund Winnetous. Die Berufskleidung musste aus Stirnband, Adlerfeder (na gut, Habicht oder so), Pfeil und Bogen bestehen. Ein paar Stunden Reitunterricht fielen nicht befriedigend aus, so dass Winnetou beschloss, dass man sich ohne Pferd doch viel besser anschleichen kann. Der Nachbarsjunge hatte ja auch keins, nur ein Kopftuch über Mund und Nase gebunden, denn er war Zorro. Mit einem spitzen Stock kratzte er Zs in die Erde, bis er einen Plastikdegen bekam. Dann hörte er auch schon wieder auf, Zorro zu sein.

Richtige und nützliche Berufe

In London wird bald ein Beschäftigungspark für Kinder namens „KidZania“ eröffnen, wie es sie bereits u. a. in Mexico City (dort ging es los, der Erfinder ist Mexikaner), Tokio, Jakarta, Dubai, Lissabon gibt. In KidZania gibt es eine Währung namens kidZos, Aufpasser, die Zupervisors heißen, und in fünf Comicfiguren, RightZkeepers, personalisierte Kinderrechte: das Recht zu wissen, zu erzeugen, sorgen, teilen – und das Recht zu spielen. Statt „thanks“ sagt man in KidZanisch „zanks“, was ein wenig nach dem deutschen Schurken in einem Bond-Film klingt.

Mit Bond, Zorro, Winnetou oder auch nur der schönen Tätigkeit einer Verhaltensforscherin hat KidZania nichts am Hut: Dort sollen Kinder richtige und nützliche Berufe ausprobieren: Zahnarzt, Koch, Polizist, Pilot, Feuerwehrmann, Banker (Banker?). Es gibt zum Beispiel einen Schönheitssalon und einen Supermarkt, eine Pizzeria und in London demnächst eine Box mit zwei Renault- Rennwagen. Damit Kinder herausfinden können, ob sie Boxenluder werden wollen?

Nein, man ist doch pädagogisch wertvoll: „Wie in der wirklichen Welt“, so steht es auf der Homepage von KidZania, „führen Kinder Jobs aus und werden entweder für ihre Arbeit bezahlt oder zahlen, um einzukaufen oder sich unterhalten zu lassen.“ Auch „Künstler“ ist im Berufsangebot: Da bekommen Kinder Vordrucke der fünf RightZkeepers-Figuren, die sie bunt ausmalen können. Zorro, Winnetou, Bambi, übernehmen Sie!

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