Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kolumne

Tal der Wölfe

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat ihre Entscheidung zum umstrittenen Action-Film „Tal der Wölfe – Palästina“ revidiert. Nachdem zunächst die Herausgabe eines FSK-Kennzeichens verweigert worden war, erfolgte nun eine Freigabe „ab 18“.

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) hat ihre Entscheidung zum umstrittenen Action-Film „Tal der Wölfe – Palästina“ revidiert. Nachdem zunächst die Herausgabe eines FSK-Kennzeichens verweigert worden war, erfolgte nun eine Freigabe „ab 18“. Der Film, der in der Türkei heute anläuft, war zum Medienthema geworden, weil die fiktive Handlung offenbar rund um die gewaltsame Erstürmung eines Schiffs mit Hilfsgütern durch die israelische Armee angesiedelt ist, bei der am 31. Mai 2010 neun Türken starben. Der vom deutschen Peran-Verleih vorgesehene gestrige Starttermin wäre auf den Holocaust-Gedenktag gefallen. Es ist zu erwarten, dass der Film nun heute anläuft.

Worin unterscheidet sich das neue vom alten FSK-Urteil? „Es ist im Gesetz so geregelt, dass ein Ausschuss, wenn er die schwere Jugendgefährdung befürchtet, nicht kennzeichnen darf. Das ist kein Verbot. Ein Verbot kann nur von einem Gericht ausgesprochen werden“, erklärte FSK-Geschäftsführerin Christiane von Wahlert. „Die Folge ist, dass, wenn es so stehengeblieben wäre, ein Kinobesitzer den Film zwar auf eigenes rechtliches Risiko hätte spielen können. Aber wenn ein Gericht ein Verbot ausspricht und damit die FSK-Entscheidung bestätigt, hat der Kinobesitzer ein Problem, dass er vorsätzlich gehandelt hat. Denn er ist ja durch die Entscheidung, den Film trotzdem zu spielen, wie die Juristen sagen, böswillig gemacht worden. Die Inverkehrbringung von jugendgefährdendem Material ist strafbewehrt bis zu einem Jahr.“

Obwohl die FSK nur auf Belange des Jugendschutzes hin urteilen darf, findet sich im Förderentscheid eine Formulierung, die im Zusammenhang mit den Antisemitismus-Vorwürfen zu verstehen ist, die der Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus vorgebracht hatte: „Der Film enthält propagandistische Tendenzen.“ Zur Frage, worin die Propaganda bestand und ob sie generell jugendgefährdend sei, wollte sich von Wahlert nicht äußern. Wollte man sich im Falle von Klagen rechtlich absichern? „Die Formulierung wurde mit Bedacht gewählt, mehr kann ich Ihnen dazu nicht sagen“, heißt es bei der FSK.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare