Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Im vergangenen Jahr gab es anlässlich des 100 Jubiläums der Salzburger Festspiele eine Landesausstellung zu „Großem Welttheater“.
+
Im vergangenen Jahr gab es anlässlich des 100 Jubiläums der Salzburger Festspiele eine Landesausstellung zu „Großem Welttheater“.

TIMES MAGER

Welttheater

  • Judith von Sternburg
    vonJudith von Sternburg
    schließen

Und Ernst ruft herüber: Küss die Hand. Fidele Stimmung in Salzburg.

Die im Corona-Jahr 2020 eröffnete Ausstellung „Großes Welttheater“ zum 100-jährigen Bestehen der Salzburger Festspiele ist glücklicherweise bis Ende Oktober verlängert worden. Auch das kleine Welttheater hat über Pfingsten wieder begonnen. Man sitzt also still und glücklich in Reihe 20, während um einen herum die Menschen laut und glücklich sind. Denn dort kommt jetzt die Präsidentin, und dort kommen die K.s und jetzt der ehemalige Vorsitzende des M.vereins, seinen Sohn hat man vorhin bereits gesehen. Und den Herrn mit dem blauen Hemd kennt man schon auch, aber wer ist es noch gleich, aber in den Reihen 19 bis 21 sagt man jetzt nicht: Guck bloß nicht hin, aber ich meine den im blauen Hemd, sondern man sagt: Schau hin, schau hin, und man zeigt in die Richtung, damit jeder Irrtum ausgeschlossen ist.

Ein Mann namens Ernst passiert den Mittelgang und ruft herüber: Küss die Hand. Darüber wundert sich aber keiner. Der Ernst ist auch hier, ruft es, wie schön. Und wer sind die Turteltauben in der 19, die das System Schachbrettmuster nicht begriffen haben und vom Personal wieder auseinandergesetzt werden müssen? Natürlich erst, nachdem die Turteltauben ein Weilchen rumdiskutiert haben. Deutsche, heißt es in der 21, und in der 20 hat man gehört, dass das stimmt.

Man ist in Salzburg unter sich und doch international, und das Thema kommt auch gleich aufs Programm der Wiener Staatsoper. Es wird tüchtig heruntergeputzt, das Programm der Wiener Staatsoper. Von außen betrachtet mag das keck erscheinen, von innen gesehen herrscht in dieser Frage große Einigkeit.

Ist es in Salzburg auch ansonsten anders als in Frankfurt? Definitiv. Es regnet viel – und man dachte schon in Frankfurt, dass es viel regne, lustiger Irrtum –, und alles hat offen. Man gewöhnt sich also schon einmal an, ständig einen Negativtest mit sich zu führen. Hierfür kann man auch einen bestimmten, mit einem QR-Code versehenen Selbsttest verwenden, dessen Ergebnis digital ans Rote Kreuz Salzburg geschickt und von diesem dann gewissermaßen bescheinigt wird.

Jetzt denken Sie, dass man damit doch sehr leicht betrügen kann. Das stimmt. Andererseits ist es ein realistisches Verfahren. Man muss den Testschein dann auch ständig vorzeigen, aber die Kontrolle ist nicht gerade – preußisch, um in einer „Im Weißen Rößl“-Kategorie zu sprechen. Viele Bedienungen werden nach der langen Schließzeit eh noch eingelernt. Die Stimmung ist heiter, der Regen pladdert, vielleicht muss man mit dem Begriff Selbstzufriedenheit einfach positiver umgehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare