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Im Sommer sehr zu empfehlen: Schokoeis.

Times mager

Vorsatz

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Knapp Mitte des Jahres - ein Grund, mal nach den Neujahrsvorsätzen zu schauen und was aus ihnen geworden ist.

Check der Neujahrsvorsatzliste, Stand Anfang Juni:

Weniger arbeiten: (Hüstel)

Mehr Sport treiben: (Hustenanfall. Tut mir leid, aber kann im Moment nicht antworten. Schokolade kratzt im Hals. Prüfen: Lässt es sich auf eine Erkältung schieben?)

Frühjahrsputz noch in diesem Jahr machen: Wir haben Juni, wo ist die Eile?

Weniger Schokolade essen: weniger als was?

Weniger Eiscreme essen: In den letzten viereinhalb Tagen lag der Eiscreme-Anteil bei 0 Prozent. Das ist gar nicht mal schlecht. Das ist sogar sehr gut. Aber jetzt, bei der Lektüre des Wortes „Eiscreme“ … Das ist wie bei einem Ohrwurm, den man nicht mehr los wird. Like ice in the sunshine, like ice in the sunshine, I’m melting awayayay… (Entschuldigung, ich schweife gerade ein bisschen ab).

Weniger im Internet surfen, mehr lesen: (Neuerlicher Hustenanfall. Tut mir wirklich leid. Muss so eine kleine Vor-Sommer-Erkältung sein).

Weniger arbeiten: (Das steht zweimal auf der Liste? War das ein Versehen oder habe ich das mal für nötig gehalten? Soll ich das jetzt von der Liste streichen? Vielleicht am besten gleich beide Male, sonst bin ich in diesem Jahr ja dauernd erkältet. Das kann nicht gesund sein.)

Mehr lesen. Aber vor allem mehr im Sinne dieser Liste zielführende Bücher lesen, zum Beispiel: „Du bist ein knallharter Typ: Wie du aufhörst, an deiner Großartigkeit zu zweifeln und beginnst, ein fantastisches Leben zu führen.“

Mehr lesen. Aber vor allem die wirklich informativen Bücher lesen, zum Beispiel: „Astrophysik für Menschen, die in Eile sind“ (Hä? War ich eigentlich noch ganz bei Trost, als ich ein Buch über Astrophysik auf meine Neujahrsvorsatzliste geschrieben habe? War ich am 1. Januar von allen guten Himmelskörpern verlassen? Warum nicht gleich Schwarze Löcher, wo doch jeder weiß, dass die kein Mensch braucht).

Mehr lesen. Aber nicht irgendetwas, sondern: „Die subtile Kunst, sich einen Dreck um alles zu scheren“ (schließt das Nicht-Scheren das Nicht-nicht-Eiscreme-Essen ein? Im Sinne von: „Scheren Sie sich übrigens auch einen Dreck darum, ob Sie an einem Zuckerschock sterben“?)

Aber Achtung: Richtige Bücher nicht im Internet bestellen. Zu Büchern hingehen (mehr bewegen!), dabei Zeit nehmen, zu Büchern hinzugehen (weniger arbeiten!), außerdem Geschäfte vor Ort unterstützen (gutes Gewissen!).

Frühjahrsputz noch in diesem Jahr machen: (Auch das steht zweimal auf der Liste der Neujahrsvorsätze?) Diese Liste nervt. Das kann nicht gesund sein.

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