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Goethe coronakonform auf seiner Geburtstagsparty.
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Goethe coronakonform auf seiner Geburtstagsparty.

Times mager

Vor Kurzem

  • Judith von Sternburg
    VonJudith von Sternburg
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Geburtstag verpasst? Da hilft nur ein kleiner Vers. „Nicht falsch geparkt, kein schmutziges Zimmer, / was ich verbockt, das ist viel schlimmer!“

Schlimmer ist es offenbar, einen Hochzeitstag zu vergessen, also den eigenen. Von Außenstehenden wird an dieser Stelle nichts erwartet, dennoch ist er kein Privatproblem, insofern eine weitere Person verstrickt ist, die Unachtsamkeit in diesem Moment kränken könnte. Hierüber sind die meisten Witze längst gerissen worden, und sie sind so doof, dass man schon morgens und durchaus, ohne einen Hochzeitstag vergessen zu haben, ganz traurig wird. Sie handeln von dicken Frauen mit Bratpfannen in der Hand und von melancholischen Männern mit großen Pflastern auf der Nase. Damit wollen wir nichts zu tun haben.

Aber auch einen Geburtstag zu vergessen, ist nicht ideal. Das Internet rät zu einem mit Spaß und Zuneigung die Situation entschärfenden Gedicht. „Viele Gedichte sind so lustig, dass man schon während des Vorlesens oder Vortragens gemeinsam herzhaft über das kleine Missgeschick lachen kann“, versichert geburtstagsgedichte123.com/originelle-geburtstagsgedichte/nachtraeglich/ ermutigend. „Zudem ist eine Kombination mit einem Blumengruß oder einem Pralinenpräsent denkbar.“ Hören wir kurz rein. „Ich schäme mich, ich hab’s verbaut, / Deinen Geburtstag habe ich voll versaut.“ – „Mit Schrecken blättre ich in meinen Kalendern, / es ist passiert, ich kann’s nicht mehr ändern!“ – „Ein paar Tage ist Dein Geburtstag schon her, / ich hab’s verpasst, das bedaure ich sehr.“ – „Nicht falsch geparkt, kein schmutziges Zimmer, / was ich verbockt, das ist viel schlimmer!“ Ja, das ist praktisch unwiderstehlich, zumal die Bitte um Kompromissbereitschaft in etlichen Wendungen schon Form annimmt. Wer hat schon mehrere Kalender, in denen er blättern kann. Oder sie.

Denn vor einem vergessenen Geburtstag ist kein Mensch gefeit, es sei denn, er hat eine Verabredung mit methode.de und dem auf Hochzeitstage spezialisierten Erinnerungsservice getroffen, mit dem man sich aber auch an „verschiedene andere Ereignisse“ erinnern lassen kann. „Z.B. an Geburtstage von Ihren Kindern.“ Das ist im Bedarfsfall allerdings dringend anzuraten.

Am Samstag ist Johann Wolfgang von Goethe 272 geworden. „Mit viel Hip und viel Hurra, / war vor Kurzem Dein Geburtstag da.“ Aber lassen wir das. Selbstverständlich haben alle Frankfurter und Frankfurterinnen an ihn gedacht und auf sein Wohl angestoßen. Es steht eben nicht immer alles auch in der Zeitung. Die in diesem Jahr vielleicht schönste Veranstaltung war jedoch in Weimar: „13-18 Uhr: Mehr Licht! – Offene Werkstatt. Konstruiere und gestalte deine ganz persönliche LED-Leuchte.“

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