Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Fernsehlicht. Ein bläuliches Zucken.
+
Fernsehlicht. Ein bläuliches Zucken.

Times mager

Verkleidet

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
    schließen

Die Täter waren also verkleidete Weihnachtsmänner? Aber als was, um alles in der Welt, mögen sie verkleidet gewesen sein?

Draußen ist es finster und kalt, nur in der Ferne strahlen etwa 80 Kilometer LED-Lichterkette von einem Balkon, herzerwärmend bewacht vom Weihnachtsmann, dessen innere Glühbirne die nähere Umgebung mit einer Leistung von mindestens 100 Watt überluxt. Umso behaglicher die Stimmung in der Stube, die durch nichts anderes erhellt wird als ein bläuliches Zucken, das wirkt, als hätte jemand den Kometen von Bethlehem an eine monochrome Lichtorgel angeschlossen. Aber nein, der Fernseher ist’s, der uns mit einer vorweihnachtlichen Mordermittlung erfreut.

Schreckliches ist geschehen, aber die Kommissarinnen und Kommissare sind sehr lustig, denn gespielt wird „Nord Nord Mord“, weshalb das Blaulicht des Fernsehers uns neben Mordenden und Ermittelnden auch sehr schöne Bilder von der Nordsee zeigt, die wie immer im Fernsehen die ebenfalls schon sehr schönen Erinnerungen an den jüngsten Küstenurlaub fast noch übertreffen.

Groß war nicht nur die Vorfreude, sondern auch die gespannte Erwartung dieses Mal aus einem besonderen Grund: Die Zeitung unseres Vertrauens hatte uns in ihrer kurzen Vorschau oberhalb der Programmübersicht mit einer sehr schönen Formulierung auf die Folter gespannt: „Hinnerk (Oliver Wnuk) muss gegen zwei verkleidete Weihnachtsmänner ermitteln“, hieß es schon in der Textzeile zu dem kleinen Foto, das Hinnerk (Oliver Wnuk) offenbar beim Ermitteln zeigte.

Im Text selbst dann, in wohlerwogener Redundanz: Mutter und Tochter des Opfers „sagen aus, dass sie von zwei verkleideten Weihnachtsmännern überfallen wurden“. Mehr wird nicht verraten, vielleicht schauen Sie noch in der Mediathek.

Nun aber ging das fröhliche Rätselraten los: Als was nur könnten sich die Weihnachtsmänner verkleidet haben? Traten sie, gendergerecht mordend, als Weihnachtsfrauen getarnt in Erscheinung? Hatten sie sich gar durch geschickte Camouflage das Aussehen von Hinnerk (Oliver Wnuk) verliehen? Oder wenigstens einer von beiden, und der andere erschien zur Mordtat in Uniform? Und woher, um Himmels willen, wussten Gattin und Tochter des Mordopfers dann, dass es sich um verkleidete Weihnachtsmänner handelte? Hatte einer ein Stück weißen Bart stehen lassen? Schauten Reste einer roten Kutte unter der Uniformjacke des anderen hervor?

Der Film selbst dann, so viel sei hier verraten, eine leise Enttäuschung: Prunkvolle Weihnachtsmänner in vollem, traditionsrotem Ornat, ganz und gar unverkleidet und also leicht zu identifizieren, außer natürlich für Hinnerk (Oliver Wnuk), der mal wieder … Aber schauen Sie selbst, denn alles wird halbwegs gut.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare