Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Kondom
+
Der Valentinstag wird flankiert vom Tag des Kondoms. Irgendwie logisch.

Times mager

14. Februar: Valentinstag

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
    schließen

Der Valentinstag, kein einfaches Ereignis für Verliebte, Nicht-Verliebte und Kellner.

Der Valentinstag macht die Menschen verständlicherweise nervös. Die einen, weil sie noch ein Geschenk brauchen und ihnen außer Blumen, Blumen und Pralinen nichts einfällt; aber sie würden die Liebste/den Liebsten doch so gern mit ihrer Originalität beeindrucken. Die anderen, weil sie aus einem durchaus einleuchtenden Grund (Liebste/Liebster aktuell nicht vorhanden) kein Geschenk brauchen; aber wenn es sie/ihn gäbe, hätten sie für sie/ihn ganz bestimmt das tollste Valentinstaggeschenk der Republik, wenn nicht des Erdkreises, wenn nicht der Milchstraße. Und sie/er würde nie aufhören, den Schenkenden zu lieben.

Der Valentinstag macht vor allem auch Gastronomen nervös, wie man just im britischen „Guardian“ lesen kann. Denn das Menschenmännchen wolle an diesem Tag beweisen, was für ein ganzer Kerl und toller Hecht es doch sei. So beschwere es sich als Erstes über den zugewiesenen Tisch: Wenn es einer im Eck ist, wolle der Mann ans Fenster, wenn es einer am Fenster ist, wolle er in ein lauschiges Eck. Dann folge oft eine Beschwerde über korkenden Wein, manchmal sogar wenn die Flasche einen Schraubverschluss habe. Ein Restaurantbesitzer erzählte der Zeitung, wie ein Gast rund um den reservierten Tisch mit Luftballons dekorierte, dies in solchen Größen und Mengen, dass den Abend über akute Stolper- und Explosionsgefahr bestand. Allerdings wird die Liebste diesen 14. Februar nie wieder vergessen, an dem der Kellner mit Knall und Suppe in ihrem Schoß landete.

Der Valentinstag wird flankiert vom tag des Kondoms

Übrigens wird der Valentinstag flankiert vom, irgendwie logisch, Tag des Kondoms. Die Briten begehen am 14. Februar außerdem den Riesenrad-Tag (wegen des Zusammenrückens im Körbchen? Oder der Schwindelgefühle?). Wer heute allein ist, kann sich freuen über den „Tag der Bibliotheken-Liebhaber“ oder, wenn ihr/ihm angesichts der Größe des Unterfangens, eine ganze Bibliothek oder zwei oder drei zu lieben, ein wenig beklommen zumute ist, auf den „Internationalen Verschenk-ein-Buch-Tag“. Nur der Vollständigkeit halber wollen wir den „Internationalen Winter-Fahrradpendlertag“ erwähnen, der 2013 erfunden und auf den zweiten Freitag im Februar gelegt wurde; der also mit dem heiligen Valentin so wenig zu tun hat wie der Heilige mit der weltlichen Liebe. „Warum aber der heilige Valentin zum Patron glücklicher Zweisamkeit erkoren wurde, lässt sich historisch nicht sauber klären“, so katholisch.de.

Den Nicht-mehr-glücklich-Zweisamen macht indessen der Zoo im texanischen San Antonio ein Angebot. Für fünf Dollar kann man eine Kakerlake, für 20 eine Ratte erwerben, die Tiere auf den Namen der Ex/des Ex taufen, und der Zoo garantiert, sie am 14. Februar zu verfüttern. Das könnte (Ente Friedrich, Huhn Sieglinde, Hummer Theodor) eine Anregung für Gastronomen sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare