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Waschanlagen können gefährlich sein.
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Waschanlagen können gefährlich sein.

Times mager

Überholversuch in der Waschanlage

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Die ordnungsgemäße Benutzung einer Autowaschstraße ist nicht in allen Landesteilen eine Selbstverständlichkeit! Eine Auswahl der kuriosesten Begebenheiten.

Es gibt nichts, wovor sich fünfjährige Jungen fürchten. Aber deshalb muss man ja noch lang nicht im Auto sitzen bleiben, während der Opa mit seinem Opel Kapitän durch die Waschstraße fährt. Man traf folgende Absprache: Der Großvater fährt mit dem Auto da durch, der fünfjährige Held der Welt läuft draußen nebenher und passt auf, dass dem Opa drinnen nichts passiert. Das barg für beide Seiten ein hohes Risiko – vor allem für den Opa, denn wenn die Oma erfahren hätte, dass er den Bub allein auf dem Gelände der Waschanlage … nicht auszudenken.

Viel Zeit ist seither vergangen, aber noch immer zählt die ordnungsgemäße Benutzung einer Autowaschstraße nicht in allen Landesteilen zu den Selbstverständlichkeiten. Wie die Polizei berichtet, ging in Jena ein Mann mit seiner Fritteuse in eine solche Anlage – hoher Schaden durch Fett. In Chemnitz dies: „Als er sich bereits in der Waschanlage befand, beschleunigte der R. nach vorn und fuhr auf einen im Trocknungsbereich der Waschanlage stehenden Pkw“ – hoher Blech- und Bürstenschaden. In Duisburg gab es offenbar einen Überholversuch; beide Autos steckten nebeneinander in der Anlage fest.

In Augsburg lief die allererste Waschstraße

Unsachgemäß bediente auch eine 82-jährige Dame in Arzberg (Bayern) eine stationäre Waschanlage: Sie betrat nach dem Start des Waschvorgangs noch einmal die Nasszelle, weil ihr aufgefallen war, dass eine Autotür offen stand. Feuerwehr und Polizei eilten zur Hilfe. Im Bayerischen Wald ließ der Reporter eines Online-Magazins nicht sein Auto, sondern sich selbst in einer Waschstraße reinigen. Zu seinem Schutz trug er eine Schweißerbrille und Schwimmärmelchen.

Ebenfalls in Bayern ist es offenbar gebräuchlich, Waschanlagen online zu bewerten und Waschgenossen zu warnen. Thomas M. war mit dem Reinigungsresultat unzufrieden. „Dies meldete ich dem Herren am Eingang, der für die manuelle Wäsche zuständig war. Er entgegnete, dass mein Fahrzeug zu dreckig sei und er da nichts machen könne, da man nicht mit so viel Dreck in die Waschstraße fährt.“ Wieder was gelernt.

M. durfte aber nach Betriebsende zurückkehren und eigenhändig nacharbeiten: „Der Herr sagte: Du hast 2 Minuten mit dem Hochdruckreiniger. Schnell deine Zeit läuft.“ Erfahrung von Alexander D. am gleichen Ort: „Sehr gute Waschstraße mit kostenlosem Sauger danach.“

Bayern müssen es wissen – in Augsburg lief schließlich die allererste Waschstraße, und zwar vor 55 Jahren. Hätte der Bub damals geahnt, dass diese Erfindung noch so jung war, hätte er den Opa natürlich niemals allein da reingelassen.

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