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"Ööööng" macht der Elch.
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"Ööööng" macht der Elch.

Times mager

U-u-a-a

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Die Schallplatte. „Pet Sounds“ versammelte 13 Lieder in gut 36 Minuten. Sie sollten ihren Schöpfer, Beach-Boys-Platzhirsch Brian Wilson, unsterblich machen.

Seit März führt Google, bisher weitgehend unbemerkt von der interessierten Öffentlichkeit, Tiergeräusche. Die Suchmaschine präsentiert Stimmen einiger prominenter Zwei- bis Vierbeiner sowie -flosser, wenn man mit der Maus auf die Symbole klickt. Die Maus persönlich ist nicht dabei.

Elf Tiere haben es in die Auswahl geschafft. Ein subtiler Hinweis auf die Fußball-EM in Frankreich? Ganz oben steht der Hahn. Ein weiterer subtiler Hinweis auf die Fußball-WM in Frankreich?

Während Google für die meisten Nominierten ein explizites Geräusch lautmalt („Grrr“ beim Tiger, „U-u-a-a“ beim Gorilla, „Miau“ bei einem Tier, das freilich eher aussieht wie ein Fuchs), steht bei Buckelwal, Elch und Zebra nur „Tierlaut abspielen“. Tatsächlich ist nach längerem Nachdenken kein Dialog aus dem Kinderzimmer erinnerlich, bei dem die Mama gefragt hätte „Wie macht der Elch?“, und die richtige Antwort wäre „Öööööng!“ oder so ähnlich gewesen. Den albernen Gruß des Zebras, isoliert gehört, können sowieso die wenigsten Menschen einer konkreten Quelle zuordnen.

Man müsste schon Tiergeräuschexperten fragen, und da fällt dieser Tage die Wahl nicht schwer: Die Beach Boys sind in aller Munde und Stereoanlagen. Ihr Album „Pet Sounds“ (Tiergeräusche) wurde vor genau 50 Jahren und drei Tagen veröffentlicht, wie die FR-Beatles- und Beach-Boys-Jubiläen-Redaktion hiermit gewohnt pünktlich bekanntmacht.

Die Schallplatte. „Pet Sounds“ versammelte 13 Lieder in gut 36 Minuten. Sie sollten ihren Schöpfer, Beach-Boys-Platzhirsch Brian Wilson, unsterblich machen. Das taten sie. Songs wie „Sloop John B.“ und „Wouldn’t It Be Nice“ zwitschert heute jeder Vogel mit. „God Only Knows“ rührte den Kollegen Paul McCartney zu Tränen. Bei Wahlen zum Album des Jahrhunderts/Jahrtausends/Universums/Bauernhofs landet „Pet Sounds“ stets unter den Top drei.

Das Cover. Zeigt die Beach Boys mit Ziegen. Nach der Fotosession hatten sie Hausverbot im Zoo von San Diego (die Musiker), obwohl Sänger Bruce Johnston betonte, die Band habe unter den Ziegen gelitten, nicht umgekehrt.

Der Albumtitel. Die einen sagen, Brian Wilsons Cousin Mike Love habe gefragt: „Wer soll sich diesen Scheiß anhören? Hunde?“ Die anderen sagen, Love habe Wilson Hundeohren attestiert, weil er hören könne, was Menschen sonst verborgen bleibe. Seine Hunde namens Banana und Louie bellen übrigens am Ende des Albums.

Morgen tritt Brian Wilson mit „Pet Sounds“ im Londoner Palladium auf. Ausverkauft. Wer das Datum auf Wilsons Internetseite anklickt, kann mit etwas Glück einen Hochdruckreiniger gewinnen. Es kommt aber kein Tiergeräusch.

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