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Jeder Garten braucht ein Trampolin.
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Jeder Garten braucht ein Trampolin.

Times mager

Trampolin

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Vor 70 Jahren fabrizierte ein Mann eine „Wurfmaschine“. Bald entstand das Gehopse.

Fest steht auch, dass jeder Garten, sei es Vor- oder Nachgarten, ein Trampolin braucht. Kein Gelände, zumal in Neubaugebieten, das noch ohne Hüpfkäfig auskäme. Längst werden Reihenhäuser serienmäßig inklusive Trampolin verkauft. Ob die künftigen Eigentümer Kinder haben oder Hunde oder Kängurus oder gar nichts – egal.

In manchen Gegenden wachsen Trampoline bereits von ganz allein aus der Erde, sobald dort Erbbaurecht verhängt wird. Es ist ein Wunder. Sonnenlicht, Wasser, Humus, und bald wird daraus ein Bund Radieschen, ein Rapsfeld oder eben ein Trampolin.

Wie konnte der Mensch einst aufwachsen, ohne täglich auf einer federnden Unterlage zu springen? Doch halt: „Ein Vorläufer des Trampolinspringens war das Hüpfen auf einer Matratze“ (Internet). Richtig – der junge Zeitgenosse begab sich, wenn es ihm zu wohl ward, auf seine Bettstatt und sprang, was das Zeug hielt, zumindest solange das Zeug hielt oder bis eine erziehungsberechtigte Person den Athleten am Ohr aus der Sprungbahn zog, um ihn zu fragen, ob er sie noch alle habe, beziehungsweise wenn nicht, wie viele noch.

Hüpfen wir kurz zurück zu den Ursprüngen. Vor siebzig Jahren fabrizierte ein Mann namens Albrecht Hurtmanns am Niederrhein ein Gerät, das sich, warum auch immer, Wurfmaschine nannte, aus Rollladengurten und Fahrradschläuchen. Dabei hatten 20 Jahre zuvor bereits US-Artisten einen Weg gefunden, Trampoline professionell herzustellen, ohne dass ihre Mitmenschen die Rollläden geschlossen und die platten Fahrräder im Keller lassen mussten. Und schon „im Mittelalter“ habe ein gewisser „Monsieur du Trampoline“ aus Frankreich die Menschen mit Sprüngen auf einem federnden Brett erfreut, schreiben knapp 600 Internetseiten voneinander ab. Leider ohne das Rätsel zu lösen, warum denn ein Franzose, wenn das Wort doch aus dem Italienischen stammt (trampolino – Sprungbrett; trampolare – breitbeinig gehen, auf Stelzen laufen, trampeln).

Die Nasa bereite ihre Weltraumreisenden mit Trampolinsprüngen auf die Schwerelosigkeit vor, berichtet medizinpopulaer.at, außerdem sei das Gehopse gut für: Herz & Ausdauer, Beine & Po, Gelenke & Knochen, Verdauung & Beckenboden, Koordination & Gleichgewicht, die ganze Familie, und: „Vor allem macht das Trampolinspringen Spaß und Lust aufs Leben.“

Noch ist in Polizeiberichten kaum die Rede von deprimierten Einbrechern, die sich nachts in Reihenhaus-Vor-oder-Zurückgärten stehlen, um dort ein wenig Lust aufs Leben zu erhüpfen. Aber eventuell machen Trampoline erfolgreich: Einzelne Grüne schwingen sich damit sogar zur Kanzlerkandidatin auf.

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