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Times Mager

Totales Glück

  • VonChristian Schlüter
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Gibt es das vollkommene Glück? Sind Vollkommenheit und Glück nur befristete Lebensabschnittsphänomene? Es gibt vollkommene Wesen, die eben deshalb vollkommen heißen, weil nichts und niemand ist wie sie. Von Christian Schlüter

Kann es so etwas, wie das vollkommene Glück geben? Nehmen wir einmal an, dass sowohl die Vollkommenheit als auch das Glück im Bereich des Menschenmöglichen liegen, und fragen weiter: Müssen wir uns damit begnügen, dass Vollkommenheit und Glück, wenn sie einem überhaupt zuteil werden, äußerst befristete Lebensabschnittsphänomene sind, von denen nur gehofft werden kann, dass sie möglichst häufig wiederkehren mögen?

Es gibt vollkommene Wesen, die eben deshalb vollkommen heißen, weil nichts und niemand ist wie sie. Trakr war ein solches Wesen. Berühmt wurde der Schäferhund in der Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001. Zusammen mit dem Polizisten James Symington war er eines der ersten Bergungsteams am New Yorker World Trade Center und spürte dort auch die letzte Überlebende auf. Der Schäferhund starb im April im Alter von 16 Jahren, sein Herrchen trauerte sehr: "Trakr war ein außergewöhnlicher Spürhund. Sein Einsatz in New York war der Höhepunkt seiner Karriere."

Es gibt vollkommenes Glück: Zwei Monate nach dem Tod von Trakr wurden James Symington nun fünf geklonte Nachfahren seines Hundes überreicht - Trustt, Valor, Prodigy, Solace und Deja Vu. Hergestellt hat sie BioArts International, das als erstes Unternehmen das Klonen von Hunden zu kommerziellen Zwecken anbietet. Die eigentlich dafür vorgesehenen 103 000 Euro pro Klon musste Symington allerdings nicht bezahlen, er hatte im letzten Jahr einen von BioArts initiierten Aufsatzwettbewerb um den "klonwürdigsten" Hund gewonnen.

Als man ihm die fünf entzückenden Viecher überreichte, kämpfte Symington mit den Tränen, auch denen des Glücks. Denn er hat schon einen würdigen Trakr-Nachfolger ausgemacht: Trustt sei ein genaues Abbild, denn er habe "dasselbe Fell, dieselben Bewegungen" und sei " genauso intelligent und wachsam". Scheinbar gibt es im Bereich des Vollkommenen doch noch einen Superlativ: am vollkommsten. Was das bloß Vollkommene und Vollkommenere auf die hinteren Ränge verweist und damit eigentlich die alte und unvollkommene Ordnung, also die Ordnung von uns Sterblichen, wieder in ihre angestammten Rechte einsetzt.

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