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Jeder sollte einen freien Zugriff auf das Tässchen seiner Wahl haben. Auch im Büro.
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Times mager

Tassendieb

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
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Ärger im Büro: Die Eisbär-Klimawandel-Tasse ist verschwunden. Kollege H. steht unter Verdacht.

Gestern war hier von Pinguinen die Rede, die es unter Mithilfe der menschlichen Weltbevölkerung zu zählen gelte. Das veranlasst uns zu einem weiteren Appell: Seit Tagen ist aus der Teeküche die Tasse mit dem Eisbär und den Pinguinen verschwunden. Der kleine Eisbär, das nur zur Erläuterung, sitzt in seinem Kinder-Schlauchboot und schaut besorgt auf die spitzen Schnäbel der ihn auf den verbliebenen Eisschollen umstehenden, ungezählten Pinguine (etwa drei). Der Eisbär sagt „Jungs, macht jetzt kein’ Scheiß!“ oder so ähnlich.

Wie die Sache ausgegangen ist, wissen wir nicht, jedenfalls ist die Tasse weg. Übrigens, auch wenn man natürlich niemanden beschuldigen will: Sie ist weg, seit der Kollege H. vor unseren Augen daraus getrunken hat. Uns ist klar, dass wir so wenig wie der Kollege H. einen Rechtsanspruch auf diese scherzhaft den Klimawandel aufspießende Tasse haben. Aber, lieber Kollege H., Du eben auch nicht.

Also wiederholen wir hier den Appell, den wir bereits per Tassenzettel am Hängeschrank angebracht haben, direkt neben dem Aufruf der Kollegin S., ihre Milch in Ruhe zu lassen: Stellt die Tasse zurück und dem fairen Wettbewerb um den ersten Zugriff wieder zur Verfügung! Wir neigen nicht zur Gewalt, möchten aber doch an die Lebensweisheit erinnern, die wir jüngst auf einer anderen Tasse fanden: Lächle, denn du kannst sie nicht alle töten.

Wenn die Drohne den Ingwertee bringt

Später, wenn unsereins längst zu Hause den Feierabend-Tee eines erfüllten Lebens genießt, wird die Getränkeversorgung in Büros ganz anders funktionieren. In Konferenzen wird man dann, das Gesundheitsbewusstsein im Management wächst ständig, ungezuckerte Dinkel-Vollkornkekse in einen Ingwertee tauchen, der kurz zuvor von einer freundlichen Drohne durch das offene Fenster geliefert wurde.

Genau das praktiziert der chinesische Internet- und Ingwertee-Händler Alibaba gerade in einem Test, wie wir einem Video entnehmen. Allerdings gibt es noch den einen oder anderen Mangel: Erstens landet die Drohne gar nicht in der Wohnung der jungen Dame, die ihren Tee erwartet, sondern irgendwo draußen, das geht bei Konferenzen gar nicht. Zweitens weisen Kritiker im Netz darauf hin, dass es noch lange kein Konzept sei, ein Päckchen Tee „an eine kleine Zahl von Leuten zu schicken, die keine Nachbarn mit Schrotflinten haben“.

Unsere Prognose: Die Welt wird friedlicher werden durch Drohnen, wenn erst im Liefergebiet von Amazon (also überall) die Schrotflinten verboten sind. Aber noch ist es nicht so weit, das sei dem Tassendieb vom zweiten Stock gesagt.

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