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Die Entwickler entwickeln außerdem Programme, die Antwortmöglichkeiten für E-Mails anbieten wie „Danke schön!“, „Hurrah!“, „Genial!“; aber leider nicht „Quatsch!“, „Unfug!“ oder „Ruhe da drüben!“.
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Die Entwickler entwickeln außerdem Programme, die Antwortmöglichkeiten für E-Mails anbieten wie „Danke schön!“, „Hurrah!“, „Genial!“; aber leider nicht „Quatsch!“, „Unfug!“ oder „Ruhe da drüben!“.

Times Mager

Supersmart

  • Sylvia Staude
    vonSylvia Staude
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Bald wird Ihr Smartphone Ihnen vorrechnen, wie viel Lebenszeit Sie pro Schweineschnitzel verlieren.

Zugegeben, noch nie ist uns ein Computer, egal, ob es 5 Uhr morgens war oder 23 Uhr nachts, mit Nölereien gekommen wie: Ohne Kaffee kann ich um diese Zeit gar nicht denken; ich hab gestern zu viel getrunken, mein Kopf tut weh; ich hab gestern zu üppig gegessen und schlecht geschlafen; ich muss erst was essen, mit knurrendem Magen kann ich gar nicht; die Sonne scheint; das Wetter deprimiert mich; ich habe einfach keine Lust. Okay, mit dem computerischen Äquivalent von „Ich habe keine Lust“ kommt einem ein Computer schon mal, aber Computerflüsterer versichern uns, dass das nur an uns liegt, wenn wir zum Beispiel um 5 Uhr morgens Espresso in die Tastatur geschwappt haben. Wir meinen: Helferlein könnte uns ja auch dankbar sein ...

Aber was machen Computer- und Softwareentwickler, statt dass sie einen Computer entwickeln, der nach einem Espressoguss freudig „Danke“ ruft: Sie basteln Programme, die Schritte zählen, Pubertätspickel, ausgefallene Haare und Altersflecken (und wenn es das noch nicht gibt, so wird es das bald geben, warten Sie’s ab), die den Puls messen (den sie selbst hochtreiben) und aktuell natürlich die Corona-Temperatur, die uns jeden Bissen vom Mund abzählen, Kalorien und schlechte Fette addieren. Und am Abend präsentieren sie uns die Rechnung in achtlos verschleuderter Lebenszeit, zum Beispiel: ein Schweineschnitzel = minus 2,4 Tage. Ein Schweineschnitzel und zwei Gläser Wein = minus 3,7 Tage.

Die Entwickler entwickeln außerdem Programme, die Antwortmöglichkeiten für E-Mails anbieten wie „Danke schön!“, „Hurrah!“, „Genial!“; aber leider nicht „Quatsch!“, „Unfug!“ oder „Ruhe da drüben!“, allemal sinnvolle Antwortfelder, nach deren Nutzung man zudem behaupten könnte, man habe ganz aus Versehen draufgeklickt und selbstverständlich sei das nicht die eigene Meinung zur Mail des Kollegen, der Kollegin. Oder die echte Reaktion auf eine Werbung, die einen zum Kauf einer Smartwatch verleiten möchte, die das Smartphone erkennen lässt, wenn die Smartwatch in der Nähe ist. Na, dann kommen die beiden in Zukunft prima ohne uns aus.

Eine Weiterentwicklung wäre sinnvoll und angenehm (wenn nicht „genial!“), eine Smartwatch nämlich, die erkennt, wenn ein Café, im Sommer eine Eisdiele, im Winter ein Glühweinstand, in der Nähe sind. Oder gleich die Erfindung einer superklugen Uhr, die uns im Verein mit einem superklugen Telefon einen Espresso kocht, eine Mütze strickt, die Schuhe putzt. Die schlechte Fette automatisch in gute umwandelt, sobald diese die Speiseröhre hinunterrutschen. Und uns am Abend zuruft, dass wir wieder um eine Dreiviertelminute Lebenszeit reicher sind.

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