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Die Paulskirche, Ort der ersten Deutschen Nationalversammlung.

Times mager

Stabsstelle P.

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Die Stadt Frankfurt tut viel dafür, die Zukunft der Paulskirche als bürokratischen Aufwand anzugehen.

Immerhin, und das lässt sich ebenso leicht vergessen wie glatt übersehen, ist wegen der Zukunft der Paulskirche eine „Stabsstelle“ eingerichtet worden. Tatsächlich sorgt diese Einrichtung für drei Personalstellen, die unter dem Dach des Amtes für Bauen und Immobilien zusammenkommen, und wurde auf der Homepage der Stadt Frankfurt mit dem Satz eingeleitet: „Das Dezernat für Bau und Immobilien bekommt Verstärkung.“

Verstärkung also seit dem Tag, an dem die „Verfügung“ des Oberbürgermeisters bekannt gegeben wurde, und das war tatsächlich ein Sonntag, nämlich der 1. Advent des vergangenen Jahres, der 1. Dezember 2019. War es so etwas wie ein Präsent an die Stadt, womöglich ein vorweihnachtliches Mitbringsel für die Demokratie, da es sich bei der Paulskirche um die „Wiege der Demokratie“ handelt, wie man nicht nur vom Oberbürgermeister schon häufiger hören konnte? Bei allem soll die Paulskirche weit mehr sein als bloß eine platonische Idee von Anhängern (Liebhabern) einer antiquarischen Geschichtsauffassung. Soviel Konsens immerhin.

Überwältigend der Dissens in Detailfragen. So wurde die Paulskirchendiskussion zuletzt von zwei sehr hitzigen Debatten überlagert. Ob nämlich die Paulskirche auch denkbar sei als Ort der Stadtverordnetenversammlung? Kaum. Und ob die Paulskirche, der Ort der ersten Deutschen Nationalversammlung, auch als Eventlocation geeignet sei, als Bühne der Preview der 2. Staffel der TV-Serie „Bad Banks“? Sicher doch. Oberbürgermeister Feldmann nannte diesen Film vor einer Kamera des HR, unvergessen, eine „wunderbare gesellschaftskritische Auffassung“. Damit schien ein Argument genannt, ein kaum weniger dolles als das des Schauspielers Barry Atsma, der meinte: „Warum kann es (das Spektakel, d. Red.) nicht hier sein? Ist, glaube ich, gut, wenn die Historie eine neue Wende bekommt.“ Wie konnte man das verstehen, als einen Unterhaltungsbeitrag? Oder handelte es sich bei der Vermutung über eine Wende in der Geschichte der Paulskirche womöglich um eine Prophezeiung zur Paulskirche? Sollte man sie in deren roten Sandstein meißeln? Oder kommen jetzt die Mauerspechte?

Die Diskussion über die Zukunft der Paulskirche ist nicht nur eine demokratische Geduldsprobe; auch mit dem Diskurs, wie ihn die Stadt führt, muss man ungemein Geduld aufbringen, seit dem 1. Advent schon, als es hieß: „Die Verfügung sieht neben der eigentlichen Stabsstelle eine Lenkungsgruppe vor, die die politische Ebene abbildet und grundsätzliche Entscheidungen treffen soll.“ Sozusagen in Sachen Paulskirche.

Ja, so weit ist es in Frankfurt schon gekommen.

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