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Smiths

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Von: Thomas Stillbauer

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Spielt die Hauptrolle im legendären Song „There Is A Light That Never Goes Out“: Doppeldeckerbus in London.
Spielt die Hauptrolle im legendären Song „There Is A Light That Never Goes Out“: Doppeldeckerbus in London. © Imago

Wer Twitter nutzt, kann sich immer auf dem neusten Stand halten, was beispielsweise Jan Böhmermann gerade so treibt oder Daniela Katzenberger. Nun haben auch The Smiths einen Account.

Mehr als 320 Millionen Leute haben einen Twitteraccount. Mehr als sieben Milliarden Leute haben keinen Twitteraccount. Elvis hätte gesagt: Sieben Milliarden Leute can’t be wrong. Aber zu Elvis’ Zeiten gab es noch kein Twitter, sonst hätten jetzt wahrscheinlich mehr als sieben Milliarden Leute einen Twitteraccount und mehr als 320 Millionen Leute keinen. Twitter ist übrigens ein technisches Hilfsmittel, um Dinge im Internet zu verbreiten, wozu man nur 140 Buchstaben heranziehen darf; Mehrfachverwendung von Buchstaben erlaubt.

Wer Twitter nutzt, kann sich immer auf dem neusten Stand halten, was beispielsweise Jan Böhmermann gerade so treibt oder Daniela Katzenberger, oder was momentan bei Germany’s next Topmodel los ist. Oder bei Erika Steinbach. Wer Twitter nicht nutzt, bleibt davon verschont und kann sich in Ruhe um die zwölftausend E-Mails kümmern, die er täglich kriegt.

Am 16. Juni jährt sich zum 30. Mal die Veröffentlichung der LP „The Queen Is Dead“ der Band The Smiths in Großbritannien. Dieses Album enthält Höhepunkte der Musikgeschichte wie „Bigmouth Strikes Again“, „Some Girls Are Bigger Than Others“ oder auch „There Is A Light That Never Goes Out“ mit den legendären Textzeilen, Sie gestatten die Übersetzung: „Und wenn ein Doppeldeckerbus/In uns kracht/An Deiner Seite zu sterben/Ist so eine himmlische Art zu sterben/Und wenn ein Zehn-Tonnen-Lastwagen/Uns beide tötet/An Deiner Seite zu sterben/Nun, die Freude und das Privileg sind meinerseits.“

Die Queen lebt bekanntlich immer noch, die Band hat sich 1987 aufgelöst. Nun teilt die britische Musikzeitschrift „NME“ mit, die Plattenfirma der Smiths habe einen Twitteraccount angemeldet: twitter.com/Smiths_official. Menschen auf der ganzen Welt sind in heller Aufregung (jedenfalls die knapp 11.000, die dem Account bislang folgen): Wird es am Ende gar eine Wiedervereinigung der Band geben?

Man könnte glatt auf die Idee kommen, sich selbst bei Twitter anzumelden, nicht nur wegen der Smiths, sondern auch, weil man auf diese Art vielleicht vor Jahren mitgekriegt hätte, dass die Presidents Of The United States Of America ihr (damals) neues Album per Crowdfunding finanziert haben, woran man nur zu gern teilgenommen hätte. Wenn man sich bei Twitter allerdings, wie verlangt, einen Benutzernamen aussuchen will, sind die ersten beiden, die man wählt, bereits vergeben, und nach dem dritten Versuch wird der Account gesperrt.

To twitter heißt übrigens zwitschern. Twitter hat einen Vogel. Als Symbol. So einen kleinen blauen. Sieht süß aus.

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