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Wir können aufatmen: Die Totalüberwachung des Huhns wird bald möglich sein.

Times mager

Signale

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Jetzt kommt es, das „größte, kühnste, beste Abenteuer“! Wenn das mal nicht schief geht ...

Es soll das bisher „größte, kühnste, beste Abenteuer“ werden: Menschen, die glauben, dass die Erde eine Scheibe ist, wollen aus Anlass ihrer „2020 Flat Earther International Conference“ die Weltmeere befahren. Nicht immer und immer weiter, schon gar nicht im Kreis, wie all die Gutgläubigen, sondern bis dorthin, wo eine Eisbarriere die Reisenden davor schützt, über den Scheibenrand zu fallen. (Eisbarriere? Haben diese Menschen schon einmal über die Erderwärmung und ihre Konsequenzen nachgedacht? Reißt es uns dann nicht alle über den Rand?) Jedenfalls sollen Schiffe gechartert werden für die 2020-Expedition.

Ein Kreuzfahrtschiffkapitän mit 23 Jahren Erfahrung hat nun darauf hingewiesen, dass moderne Schiffe, alle modernen Schiffe, ihre Position mit Hilfe von Satellitensignalen und nautischen Karten bestimmen, die darauf ausgelegt sind, dass die Erde eine Kugel ist. Und dass er auch keinen einzigen Kollegen kennt, der sich auf den Meeren etwa anders orientiert. Auf insgesamt 24 die Erde, nun ja, umkreisenden Satelliten beruht dieses Navigationssystem.

Ein unermüdlich funkendes und Signale sendendes System, das übrigens noch eine Menge anderes kann.

Zum Beispiel dem Besitzer einer „tragbaren Penis-Kamera“ mitteilen, wo sich sein P. gerade befindet. Dazu kann ein eingebautes WiFi-Mini-Radio Musik abspielen. Das Times mager schwört hiermit, die tragbare Penis-Kamera nicht erfunden zu haben. Weiter möchte es sich dazu jedoch nicht äußern, da es die Nützlichkeit dieser Erfindung nicht wirklich beurteilen kann.

Wohl aber kann es sich zu anderen Einsatzmöglichkeiten der GPS-Technik äußern, die schwer im Kommen sind (keine Anspielung beabsichtigt). Etwa der lückenlosen Überwachung eines Huhns, das man einmal in gebratener Form auf dem eigenen Teller wiederfinden möchte. Ein chinesischer Versicherungskonzern, ZhongAn Online, hat, so gibt er an, bereits mehr als 100000 Hühner mit Sensoren ausgestattet. Diese geben weiter, wie viele Schritte das Tier macht und was es frisst. Im nächsten Jahr sollen schon 2500 chinesische Hühnerfarmen in der Lage sein, dem Kunden schrittgenau mitzuteilen, wie durchtrainiert das Shanghai Chicken oder Chicken Tikka jeweils war und aus was seine Henkersmahlzeit bestand.

Man denkt auch bereits über eine Obstüberwachung mittels GPS nach: Wo wächst es, wie wächst es und kriegt es genug Wasser und Sonne. Allerdings wird dabei naheliegenderweise auf den Schrittzähler verzichtet, da ja nur Fallobst eine nennenswerte Strecke zurücklegt.

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