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Thomas Gottschalk (l.), Sängerin Helene Fischer (2.v.r) und Michelle Hunziker (r.) sich während der Jubiläumsshow „Wetten, dass..?“ mit Björn Ulvaeus (2.v.l.) und Benny Andersson von Abba. Vor 40 Jahren wurde die Sendung zum ersten Mal ausgestrahlt.
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Thomas Gottschalk (l.), Sängerin Helene Fischer (2.v.r) und Michelle Hunziker (r.) sich während der Jubiläumsshow „Wetten, dass..?“ mit Björn Ulvaeus (2.v.l.) und Benny Andersson von Abba. Vor 40 Jahren wurde die Sendung zum ersten Mal ausgestrahlt.

Times mager

Setten, dapp?

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Fragen Sie irgendein Mammut oder einen x-beliebigen Ichthyosaurier: Manche Dinge gibt es schon immer.

Wir leben in harten, Pardon, in herausfordernden Zeiten. Vieles ist schwer zu verkraften. Von manchen Ereignissen muss man sich behutsam erholen. Bitte entschuldigen Sie daher, wenn wir erst heute zurückkommen auf das verstörende Wiedersehen beziehungsweise -hören mit Thomas Gottschalk und mit ABBA.

Niemand wird behaupten, dass ABBA je weggewesen wäre. Solange der Erdball sich dreht, laufen „Mamma Mia“ und „Take A Chance On Me“ im Radio, und ebenso lang stehen schwedische Fischspezialitäten mit den zwei Buchstabenpaaren in den Supermärkten. Fragen Sie irgendein Mammut oder einen x-beliebigen Ichthyosaurier. Wobei gerade eine gewisse Unsicherheit aufkommt, ob vorige Woche wirklich noch Fiskbullar oder Laxpastej von Agnetha, Björn, Benny und Annafrid im Kühlregal warteten. Womöglich sind es inzwischen Produkte von Ole und Merle.

Aber das nur am Rande. Eigentlich ging es bei ABBA immer um die Musik. Vorbei. Leider. Schon die im September vorab veröffentlichte Single „I Still Have Faith In You“ ließ Bedenken hinsichtlich des neunten Studioalbums der Band aufkommen. Angeblich haben Ärztinnen und Ärzte davor gewarnt, den Titel im Autoradio während der Fahrt zu hören. Wer nachts keinen Schlaf finde, dem sei hingegen geraten, das Lied als gesunde Alternative zum Hypnotikum in Tablettenform zu verwenden.

Das Album hält im weiteren Verlauf, was „I Still Have Faith In You“ androhte. Schade. Zwar ist es nicht so, dass man 1980 damit geprahlt hätte, der größte ABBA-Fan seit der Kreidezeit zu sein, doch die Songs waren stets auf angenehme Weise unterhaltsam, und die Band war ein Phänomen, auf das sich im Prinzip alle augenrollend einigen konnten.

So ähnlich übrigens wie „Wetten, dass …?“. Ein Ritual selbst in wildesten Zeiten der Adoleszenz bestand darin, sich samstagabends mit einigen Freunden (und einigen Flaschen Bier) zu treffen und gackernd die Show zu verfolgen, bevor es in den Tanzclub ging. Einmal wettete eine Frau, sie könne Textpassagen rückwärts und blind mit der Schreibmaschine tippen. Es gelang nicht ganz perfekt. So war etwa an einer Stelle „Setten, dapp …?“ zu lesen. Der Name für unser Samstagabendritual stand damit fest. Spätere Generationen nannten es Vorglühen.

Der „Wetten, dass …?“-Abend 2021 zog sich ungefähr so lang, wie ABBA getrennt war. Und doch hatte er etwas Magisches. Einer der neuen Showhelden, entweder Joko oder Klaas, sagte, das gute, alte lineare Fernsehen könne, im Gegensatz zu den Algorithmen der Jetztzeit, das Publikum noch überraschen, bei aller Langsamkeit, und er zollte dem Medium Respekt. Ein schöner Moment.

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