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Peter Michalzik ist Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Rundschau.
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Peter Michalzik ist Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Rundschau.

Times Mager

Schmidt

  • VonPeter Michalzik
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Endlich wachsen die Dinge so zusammen, wie es sich gehört: Harald Schmidt geht eine neue Karriere als Schauspieler am Staatstheater Stuttgart ein: Pollesch statt Pocher, großartig! Von Peter Michalzik

Nachdem wir uns auch an dieser Stelle immer mal wieder mit dem Phänomen Schmidt, speziell dem Harald, beschäftigt haben, wollen wir nun auf seine neueste Karriere als Schauspieler am Staatstheater Stuttgart eingehen. Schmidt, so teilte das Staatsschauspiel vergangene Woche in einer Besetzungsliste unter ferner liefen mit, Schmidt wird dort im nächsten Stück von René Pollesch mitspielen.

Das Understatement, mit dem diese Nachricht bekannt gemacht wurde, hat natürlich etwas extrem Sympathisches. Schmidt als bloßer Name auf der Besetzungsliste, nicht als Star, Schmidt als ganz normales Ensemblemitglied. Dass er das wirklich ist, wird in Stuttgart bestätigt: Er schaut sich dort die Stücke im Repertoire an, sein Bild hängt wie das anderer Schauspieler im Foyer, und er geht zu den Ensembleversammlungen.

Noch glücklicher als die Normalität aber macht die Kombination. Pollesch und Schmidt! Nachdem Schmidt in Stuttgart seinen ersten Pollesch besucht hatte (es handelte sich um "Wann kann ich endlich in einen Supermarkt gehen und kaufen, was ich brauche, allein mit meinem guten Aussehen", eine Frage, die wir alle uns permanent stellen), hatte er eine Sendung mit Pollesch bestritten, damals noch mit Andrack und Nathalie. "Was erschossen? Aber er war doch ein so guter Schwimmer!", lautete das Pollesch-Zitat, eigentlich ein Derrick-Zitat, das in Aufführung und Sendung immer wieder wiederholt wurde.

Nun aber wachsen die Dinge endgültig so zusammen, wie es sich gehört. Pollesch statt Pocher, großartig! Sozusagen von allerhöchster Stelle haben wir damit bestätigt: Pollesch ist zur Zeit unter den Komödianten einer der ganz Großen. Fernsehen und Bühne, Talk und Trash, Parodie und Party, Slapstik und Denkkick, Kino und Kante, Subversion und Lachversion, alles geht noch ununterscheidbarer durcheinander als bei Pollesch ohnehin. Wird Schmidt bei Pollesch nun Schmidt sein, wie er Pollesch parodiert, oder spielt er Pollesch, der Schmidt parodiert? Vielleicht ist Schmidt einfach Schmidt und sieht dabei so aus, als spielte er schon immer bei Pollesch. Wir gestehen, dass wir uns darauf wirklich freuen. In Stuttgart, im Mai.

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