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Als Schmetterling soll man laut künstlicher Intelligenz das Herz eines Mädchens im Sturm erobern.
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Als Schmetterling soll man laut künstlicher Intelligenz das Herz eines Mädchens im Sturm erobern.

Times mager

Schmetterling

  • Sylvia Staude
    vonSylvia Staude
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Künstliche Intelligenz macht Fortschritte. Inzwischen denkt sie sich schon Anmach-Sprüche aus.

Kann ich die Liste deiner Teile sehen?“

„Hey, mein Name ist John Smith. Willst Du auf meinem Brotkasten sitzen, während ich koche oder gibt es auf diesem Ding eine Art von Geschwindigkeitsbeschränkung?“

„Deine Augen sind wie zwei Regenbogen und ein Regenbogen aus Augen. Ich muss dich einfach anstarren.“

„Schmetterling“ (Hüpfe auf einem Bein)

Letzterer Vorschlag einer künstlichen Intelligenz, die auf Anmach-Sprüche programmiert wurde, soll tatsächlich funktionieren. Ja, vielleicht hätte uns der Junge, der sich so lässig gegen die Partykeller-Wand zu lehnen versuchte, als denke er nur noch eben darüber nach, welches Mädchen er mit seinem Charme als nächstes umhauen soll, vielleicht hätte uns dieser Junge als hüpfender Schmetterling im Sturm erobert – der ja bekanntlich durch den Flügelschlag eines solchen erzeugt werden kann. Den „Achtung Psycho“-Alarm ausgelöst hätte dagegen: „Ich verliere meine Stimme vor lauter Schreien, das deine Hitze in mir erzeugt.“ Das (Schreien müssen, Stimme verlieren) lag, liebe KI, an der LAUTSTÄRKE DER MUSIK.

„Kann ich die Liste deiner Teile sehen“ könnte aber bald ein sinnvoller Satz im Gespräch mit einer KI-Gefährtin (aka Sexpuppe) oder einem KI-Gefährten sein. Höflich genug, damit sie (oder er – aber kann eine KI ein Geschlecht haben?) nicht gleich ausflippt. Bestimmt genug, um die KI wissen zu lassen, dass man (also: Mensch) auf der Hut ist und sich mindestens den Notschalter einprägen wird. Denn „eine Zeile schlechter Code“ und die künstliche Gefährtin ist nur noch „mit einer Art Projektil, wie einer Knarre oder so was“ zu stoppen. Eine Zeile schlechter Code, und dieser ganze „Plastik oder Aluminiumrahmen, der wird sehr stark sein, und er wird nicht müde werden, er wird nicht aufhören bis ihm die Energie ausgeht“. So eindringlich und in einer Syntax, mit der wir durch vier Jahre Trump durchaus vertraut sind, warnt ein gewisser Brick Dollbanger vor den Gefahren wütender Sexroboter. Und einem Mann, der sich das Pseudonym Klotz Puppenrammler gibt, muss man einfach vertrauen.

Vielleicht unterschätzen wir die Gefahren, die von einer KI im Aluminiumrahmen ausgeht. Aber die Dinge, auf die Roboter aktuell programmiert sind, werden doch eher dazu führen, dass sie früher oder später im Keller bei all dem anderen Elektrogerümpel wie kalorienzählenden Kochtöpfen und singenden Staubsaugern landen. Sie: „Ich habe Hunger, was soll ich essen?“ Und sie/er/es antwortet (laut Hersteller): „Du hast mir erzählt, dass Pizza dein Lieblingsessen ist ...“ – nun, nach drei Wochen Pizza werden Sie nicht nur diese satt haben. Und wahrscheinlich wird Ihnen der Roboter noch nicht mal den Schmetterling machen.

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