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„Salzlos! Der Typ ist salzlos“: Was es mit Karl Lauterbach auf sich hat

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Von: Stephan Hebel

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Karl Lauterbach: „Salzlos! Der Typ ist salzlos!“
„Salzlos! Der Typ ist salzlos!“ © Michael Kappeler/dpa

Gesundheitsexperte, Epidemiologe und Sozialdemokrat: Was sagt das über SPD-Politiker Karl Lauterbach, dass er salzlos ist?

Zum Glück war Karl Lauterbach nicht dabei, als das Gespräch auf die Frage nach sympathischen und zugleich sozialdemokratischen Persönlichkeiten kam. Wie es mit Karl Lauterbach aussehe, wollte jemand wissen, aber die liebe Verwandte I. antwortete geradezu empört: „Salzlos! Der Typ ist salzlos!“

So jedenfalls hatte es der Verwandte S. verstanden, und er lachte herzlich über die Formulierung, glaubte er doch, die liebe Verwandte I. habe den tapferen Guru der politischen Epidemiologie als besonders arm an Charisma kennzeichnen wollen, sozusagen als Persönlichkeit mit geringem würzigem Anteil, also eher fad.

Der „salzlose“ Karl Lauterbach (SPD) – und der Gedanke an Armin Laschet (CDU)

„Salzlos“ sei in diesem Zusammenhang eine lustige Formulierung, betonte S., auch wenn sie auf Lauterbach mit seiner originellen Sprech- und Handlungsweise eher nicht anzuwenden sei. Nun aber unterbrach I. ihn und rief aus: „Isst!“ Lauterbach, so habe es im Spiegel gestanden, esse einfach kein Salz.

Was allerdings die Empörung der Verwandten I., die gut gewürzte Speisen liebt, eher noch steigerte als milderte. Der Verwandte S. brachte unter leichtem Würgen die Ergänzung hervor, er denke da an den Haferschleim seiner Kindheit, wolle aber auf nähere Erläuterungen verzichten.

Prompt bemerkte die sehr liebe Verwandte T., plötzlich müsse sie an Armin Laschet denken. Insgesamt könne sie der Idee, Personen mit bestimmten vorhandenen beziehungsweise nicht vorhandenen Charakterzügen als „salzlos“ zu bezeichnen, egal ob sie Salz zu sich nähmen oder nicht, einiges abgewinnen. Allerdings sollte es dabei vermieden werden, die kulinarische Salzlosigkeit zu diffamieren.

SPD-Politiker Karl Lauterbach: Gesundheit kontra Geschmack

Menschen wie Karl Lauterbach, fügte T. hinzu, hätten durchaus ihre Gründe, zumal Lauterbach zwar salzlos esse, aber nicht sei. Jedenfalls seien die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum schädlichen Einfluss von zu viel Salz auf die Gesundheit kaum anzuzweifeln. Was allerdings zwangsläufig dazu führe, dass man sich in einem unauflösbaren Dilemma befinde zwischen Vorsorge einerseits und Genuss auf der anderen Seite, quasi Gesundheit kontra Geschmack.

Der Verwandte S. wies glücklicherweise darauf hin, dass einschlägige Portale im Internet unter originellsten Überschriften („Salzlos glücklich?“, „Würzen ist das neue Salzen“) die interessantesten Alternativen feilzubieten hätten, die die wichtigsten Fragen befriedigend beantworteten, zum Beispiel: „Wie bringst du ohne Salz den Kochlöffel zum Tanzen?“ Wobei er, S., sich allerdings auch frage, wie er mit Salz den Kochlöffel zum Tanzen bringen solle.

Die sehr liebe Verwandte T. bemerkte, sie müsse schon wieder an Armin Laschet denken. (Stephan Hebel)

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