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In letzter Zeit haben wir ziemlich viele Regentropfen zu Gesicht bekommen.
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In letzter Zeit haben wir ziemlich viele Regentropfen zu Gesicht bekommen.

Times mager

Regentropfen

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Jammern Sie nicht, singen Sie lieber „Raindrops keep falling on my head“. Die Bäume werden sich freuen.

Regentropfen fallen auf unsere Dachfenster, so wie gestern, so wie vorgestern – nein, da nicht, da mal nicht! Aber vorvor- und vorvorvorgestern. Aber den ganzen Januar hindurch. Dazu gibt es einiges zu bemerken.

Erstens ist es wichtig, dass Regentropfen auf unsere Dachfenster fallen. Das gibt uns Klimafreunden Gelegenheit, den Meckerern zu sagen: Meckert nicht, denn es ist gut, dass Regentropfen auf unsere Dachfenster fallen, und es ist längst nicht genug, eigentlich müsste es drei Monate/drei Jahre/dreihunderttausend Millionen Jahre (je nach Klimafreundschaftsgrad) durchregnen, um die Trockenheit all der vergangenen Sommer zu kontern.

Denn zweitens fallen Regentropfen ja nicht nur auf unsere Dachfenster, sondern auch auf unsere Böden, dann haben unsere Bäume wieder was zu trinken. Aber bitte nicht zu hastig.

Drittens fallen Regentropfen ja nicht nur auf unsere Dachfenster und Böden, sondern auch auf unsere 15-Jährigen, die mit den Mofas in den Bayerischen Wald wollen. Das ist jetzt schon eine Weile her. Wir hatten uns extra Regenoveralls gekauft, signalorange, für den Fall, dass es regnen würde. Es regnete dann auch. Drei Tage am Stück. Morgens, wenn wir aus der Jugendherberge traten, um die nächste Etappe in Angriff zu nehmen, sahen wir aus wie Rettungshubschrauberpiloten (wobei wir nicht ganz sicher waren, ob Rettungshubschrauberpiloten auch orange waren oder nur der Rettungshubschrauber) oder zumindest wie Motorradfahrer mit rasanten Maschinen, und dann stiegen wir auf unsere Mofas und öttelten mit 28 km/h weiter über Schwandorf Richtung Drachselsried. Ohne Regen hätte das noch blöder ausgesehen.

Viertens fallen Regentropfen ja nicht nur auf unsere Dachfenster, Böden und 15-Jährigen, sondern auch auf unsere Köpfe. Das Lied, das wir dazu seit Jahresbeginn summen, singt seit 1969 Billy Joe Thomas aus Texas: „Raindrops Keep Falling On My Head“.

Er beschreibt darin gleich zu Beginn die Regentropfen, die auf seinen Kopf fallen und den naheliegenden Gedanken auslösen, dass nichts zu passen scheine, genau wie bei dem Typen, dessen Füße zu groß für sein Bett seien. Wer kennt das nicht? In Strophe zwei schimpft er mit der Sonne. In Strophe drei sieht er ein, dass all sein Gejammer den Regen nicht aufhält.

Das Lied singt Billy Joe Thomas in dem Film „Zwei Banditen“, ohne dass es regnet. Paul Newman macht dazu Quatsch auf dem Fahrrad, um Katharine Ross zu erheitern. Vor zwei Jahren wurde Thomas’ gesamtes bei der Plattenfirma Universal gelagertes Material zerstört – durch ein Feuer. Ein Wasserschaden wäre jetzt irgendwie passender gewesen.

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