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Schau mir in die Augen, Kleiner: Schlange Kaa hypnotisiert den kleinen Jungen Mowgli - hier in der Dschungelbuch-Verfilmung von 1942.
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Schau mir in die Augen, Kleiner: Schlange Kaa hypnotisiert den kleinen Jungen Mowgli - hier in der Dschungelbuch-Verfilmung von 1942.

Times mager

Red-Bull-Buch

  • Christian Thomas
    VonChristian Thomas
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Red Bull macht jetzt also Bücher! Ein Getränkekonzern, der schon in anderen Markensegmenten aufgefallen ist, nicht nur als Rennwagen-Rennstall, diversifiziert.

Den Trainern und Managern, überhaupt den Spitzenkräften aus dem Stall oder dem Club oder dem Konzern Red Bull sind im Fernsehen die Erfolgsbilanzen ganz entschieden ins Gesicht geschrieben. Oder auch von den Augen abzulesen. Und diese Lektüre lässt nicht nur, nein, Rückschlüsse auf die berauschenden Wirkungen von Energy-Drinks zu. Die Lektüre von Red-Bull-Augen erinnert stark an den Kinoauftritt der Riesenschlange Kaa.

Weil sich so viele Dinge auf der Welt wiederholen, die sich irgendwie im Kreis drehen, erinnern wir uns: Rasanter als ein Formel-Eins-Pilot seine Runde auf einem Formel-Eins-Kurs drehte, verdrehte die Schlange ihre Pupillen spiralartig. So hypnotisierte sie im „Dschungelbuch“.

Eine Viererkette?

Damit ist über einen Umweg (Kontextualisierung!) die Verbindung hergestellt zwischen der Literatur und einem Energy-Drink-Konzern, der soeben vermelden konnte, dass er jetzt auch beim Buch große Dinge bewegen will. Denn sonst hätte für die Entwicklung dieses Red-Bull-Segments nicht Birgit Schmitz einen Vertrag unterschrieben. Schmitz, 43, bis Juli 2013 verlegerische Leiterin des Berlin Verlags, geht als „Editor-at-Large“ zu Benevento Publishing. Und sie „geht“ nicht nur, wie so viele im total abgezockten Profigeschäft von A nach B oder nach Z, sie „verstärkt“ auch „das Team“ um Verleger, Verlagsleiter, Creative Director. Im Profifußball spräche man von einer Viererkette. Spricht man im Verlagswesen von einem vierblättrigen Kleeblatt?

Red Bull macht jetzt also Bücher! Ein Getränkekonzern, der schon in anderen Markensegmenten aufgefallen ist, nicht nur als Rennwagen-Rennstall, diversifiziert. Ein ganz neues Sortiment stellte er ja auch in Leipzig zusammen, mit der Elf von RB Leipzig, und weil auch hier nicht nur Geld ins Spiel kam, sondern Millionen, ist der Verein nun drauf und dran, in der Zweiten Fußballbundesliga mitzumischen.

Man täusche sich allerdings nicht – denn Red Bull, auch in Extremsportarten unglaublich unterwegs, unternimmt ständig etwas, um Menschen extrem etwas vorzumachen. Es fing mit Energy-Drink-Substanzen an, und wären sie nicht hypnotisierend, sie hätten den Konzern niemals milliardenschwer gemacht. Deshalb hört es mit dem hypnotisierenden Namen RB Leipzig nicht auf. Allerdings steht RB für „Rasenballsport“, wie ein Blick in das Vereinsregister zeigt. Das war schon früher kein Vereinsmeieralbum, aber eine Publikation, etwas mit zwei Buchdeckeln. Doch man sollte nicht übertreiben, heute, wenn man von RB Buch spricht, schon gar nicht.

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