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Sieht Kim Donald schon kommen?
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Sieht Kim Donald schon kommen?

Times mager

Rache

  • Stephan Hebel
    vonStephan Hebel
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Liebes Tagebuch ... wenn du das hier liest, bin ich schon weit weg.

Liebes Tagebuch, wenn du das hier liest, bin ich schon weit weg. Du aber auch, ich nehme dich natürlich mit, Ehrensache.

Jetzt fragst du natürlich, wohin. Das habe ich Jared auch gefragt, aber der Herr Schwiegersohn muss natürlich wieder Witze machen: Europa, sagt Kushner, kannst du vergessen, außer vielleicht Polen oder Ungarn, aber da regieren schon so Typen wie du, die wollen keine Konkurrenz. Russland ist schlecht, Golf im Winter fällt quasi aus, und der Chinese baut furchtbare Autos.

Ich so: Mexiko? Aber der Jared wieder: Die vom Sinaloa-Kartell können wir nicht bezahlen, und der Präsident sagt, „Sorry, die Grenze ist dicht, das war die Idee von deinem Schwiegerpapa“.

Mir sind dann noch die lustigen Saudis eingefallen, bei denen fand ich es sehr schön. Melania meckert zwar, aber ich sofort: Du darfst da jetzt sogar Auto fahren, mit Schleier halt, aber immerhin. Und wer sagt überhaupt, dass ich sie mitnehmen will? Das hab ich natürlich nicht gesagt, klar.

Jetzt der Kushner: Nordkorea vielleicht? Das klingt gar nicht blöd, sage ich, der kleine Dicke will ja demnächst mit Raketen auf Washington schießen, den könnten wir noch gebrauchen.

Ja, so ist das nämlich, und du bist jetzt das erste Tagebuch, dem ich das je erzähle: Die Rache wird kommen. Ich meine, der Test war doch schon ganz nett! Ich so: Lauft doch mal die Pennsylvania Avenue lang, und schon donnern sie los und machen ein bisschen Ordnung im Kapitol. Der Jared lacht sich jetzt noch schlapp, wenn er sich anhört, wie ich hinterher die „Gewalt ist doof“-Show abgezogen habe, ohne einen Mundwinkel zu verziehen.

Aber jetzt noch mal wegen der Rache: Weißt du, ich habe noch nie verloren. Ich habe noch jeden, der beim Golf gegen mich geführt hat, rechtzeitig gefeuert, notfalls noch nach Loch siebzehn. Ich habe bei dieser Wahl da im November mehr als 70 Millionen Stimmen gewonnen. Gewonnen, wohlgemerkt, und nicht etwa verloren! Aber Opa Joe erzählt trotzdem, ich hätte verloren, und setzt sich fett und breit ins Weiße Haus. Natürlich muss er das büßen, warte es nur mal ab.

Aber jetzt kommt’s: Auf dieses Washington bin ich gar nicht scharf, sie sollen es sich da ruhig gemütlich machen, bis das amerikanische Volk, also ich, sie endgültig vernichten wird, diese Elitenschnösel, die nicht mal alle zusammen so viele Hochhäuschen haben wie ich allein.

Jawoll, sagt Jared, aber wie willst du das machen? Ich: Mit Kims Bömbchen! Jared: Naja, mal sehen. Aber genug Idioten, die für dich den Kopf hinhalten, gibt’s ja auch hier.

Das habe ich nicht verstanden, aber egal. See you in Pjöngjang! Dein Donald

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