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Wenn ein Produkt morgens und abends regelmäßig verwendet wird und dabei sozusagen zweigeteilt auftritt ? eines für morgens, eines für abends ?, so müsste der Verbrauch doch gleichmäßig sein. Ist er aber nicht.
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Wenn ein Produkt morgens und abends regelmäßig verwendet wird und dabei sozusagen zweigeteilt auftritt ? eines für morgens, eines für abends ?, so müsste der Verbrauch doch gleichmäßig sein. Ist er aber nicht.

Times mager

Produkte

Für das eine gibt es zweideutige Werbung, für das andere langweilige Rätsel mit immerhin eindeutiger Lösung.

Auf der Autobahn ist eine Menge los. Der Lastwagen mit der Aufschrift „glatt und rund“ zeigt einen minimalistisch bekleideten Frauenpo, der nicht nur überdimensioniert, sondern in einen sehr beklagenswerten Kontext geraten ist. Der andere zeigt eine blonde junge Frau in unschmeichlerischer Arbeitskleidung, die versucht, ein lackiertes Metallteil am Umfallen zu hindern. Es könnte sich um den Kotflügel einer Lasters handeln, lang, dick. Die Frau steht da und stützt dieses Teil, anscheinend weiß sie nichts Rechtes damit anzufangen. Ich wüsste es auch nicht.

Beim Vorbeisausen bemerkt man ihr verlegenes Lächeln. Beim Hinschreiben bemerkt man die schlüpfrige Komponente. Als Werbung ist das so untauglich wie der Glatt-und-rund-Laster, da unbegreiflich bleibt, für was hier Reklame gemacht wird. So schweifen die Gedanken ab, denn gewiss ist es nicht jenes Produkt, das heute Morgen wieder in aller Munde war. Und am Vortag erneut für Gesprächsstoff sorgte.

Das Times mager käme allerdings auch nie auf die Idee, Markenwerbung zu betreiben, selbst dann nicht, wenn es verstanden hat, worum es geht. Daher an dieser Stelle nur so viel. Wenn ein Produkt morgens und abends regelmäßig verwendet wird und dabei sozusagen zweigeteilt auftritt – eines für morgens, eines für abends –, so müsste der Verbrauch doch gleichmäßig sein. Ist er aber nicht. Und jetzt kommt’s. B. gab an, die Packung für den Morgen sei schneller leer. Dabei ist eindeutig die Packung für den Abend schneller leer. S. räumte das ohne weiteres ein und zitierte aus einschlägigen Internetforen.

D. schlug sich auf die Seite von B., allerdings zeigte sich, dass er unsicher ist, welchen Teil des Produktes er wann benutzen sollte. Dies führte zu der Frage, ob in einer Zeit, in der wenige mit dem Sonnenuntergang zu Bett gehen, die Farbe der unter-/aufgehenden Sonne geeignet sei, an den Abend zu denken. Und ob sich Nachtblau mit dem Morgen in Verbindung bringen lasse. D. bemerkte, es sei kein Nachtblau. S. konterte, Nachtrot schon gar nicht. A. schaute in den Winterregen. Sie verwendet ein anderes Produkt und hatte das Problem, dass das langweilige Rätsel nicht so schnell vorüber war wie die sexistischen Rätsel auf der Autobahn. Auch wäre es zu lösen gewesen, wenn B. nicht so unkonzentriert gewesen wäre. Natürlich liegt es daran, dass man morgens weniger Kraft in den Händen hat. Langweilige Rätsel dauern eine Weile, immerhin gibt es dann aber eine eindeutige Lösung.

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