Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bald ist es wieder soweit: Oscar-Nacht!
+
Bald ist es wieder soweit: Oscar-Nacht!

Times Mager

Oscars

  • Daniel Kothenschulte
    VonDaniel Kothenschulte
    schließen

Der deutsche Film findet sich unter den Nominierten für den "besten fremdsprachigen Film", dürfte jedoch wenig Chancen haben.

Derzeit beschäftigt Florian Henckel von Donnersmarcks fiktionalisiertes Gerhard-Richter-Biopic „Werk ohne Autor“ auch die amerikanischen Medien. Erfolgssicher legte der Verleih den begrenzten Kinostart und die DVD-Veröffentlichung auf die Woche der Bekanntgabe der Oscar-Nominierungen.

Das zumindest hat geklappt: Der deutsche Film findet sich unter den Nominierten für den „besten fremdsprachigen Film“, dürfte jedoch wenig Chancen haben gegen die Konkurrenz, darunter die Netflix-Produktion „Roma“, das polnische Liebesdrama „Cold War“ und den japanischen Cannes-Gewinner „Shoplifters“.

In epischer Breite widmete sich auch der „New Yorker“ dem Phänomen von Donnersmarck. Die Autorin Dana Goodyear arbeitet seit zwanzig Jahren für die Zeitschrift, doch noch nie habe sie erlebt, dass jemand so gerne Thema sein möchte wie der deutsche Graf. Viereinhalb Stunden und zwei Strafzettel investierte sie in das Interview, und auch Gerhard Richter, den sie anschrieb, antwortete ihr vergleichsweise ausführlich: „Ihm ist es gelungen, meine Biografie zu missbrauchen und auf das Gröbste zu verfälschen“, wird der Maler im Artikel zitiert.

Alfonso Cuaróns „Roma“ ist zugleich einer der Favoriten für den „besten Film“ und die Regie. Sein stärkster Konkurrent ist das vielschichtige Kostümdrama „The Favourite“, das diese Woche in die deutschen Kinos kommt. Beide Filme wurden zehnmal nominiert. Ebenfalls nicht chancenlos: Das Südstaatendrama „Green Book“ über einen afroamerikanischen Pianisten, der sich der Rassendiskriminierung auf eigene Art in den Weg stellt.

Dass die Akademie unter die besten Hauptakteure lediglich Viggo Mortensen wählte, den Darsteller des weißen Tourmanagers aus „Green Book“, verrät allerdings zugleich ein Problem des Films von Peter Farrelly: Die von Mahershala Ali gespielte Hauptfigur rückt immer wieder aus dem Fokus. Schmerzlich vermisst in dieser Kategorie wird Ethan Hawke, der in Paul Schraders Kirchendrama „First Reformed“ seine stärkste Rolle spielte. Lediglich für das beste Drehbuch wurde dieser beste US-amerikanische Film des vergangenen Jahres nominiert.

Die Ignoranz der Akademie gegenüber dem Autorenfilm ist legendär. So kann man sich lediglich mit den ohnehin Erfolgsverwöhnten freuen. Die bravouröse Lady Gaga etwa, nominiert für ihre erste Hauptrolle – wie wahr: „A Star is Born“. Außerdem wurde ihr einnehmender Song „Shallow“ nominiert. Glamour ist also bei der Verleihung am 24. Februar garantiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare