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Ausgerechnet die arnoldschwarzeneggerartigsten Männer sind am Ende jeder einzelnen Übung dermaßen fix und foxi, dass sie die Gewichte mit einem Geräusch fallen lassen müssen, wie es sonst beim Frontalzusammenstoß zweier Güterzüge entsteht.
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Ausgerechnet die arnoldschwarzeneggerartigsten Männer sind am Ende jeder einzelnen Übung dermaßen fix und foxi, dass sie die Gewichte mit einem Geräusch fallen lassen müssen, wie es sonst beim Frontalzusammenstoß zweier Güterzüge entsteht.

Times mager

Ochsen

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Die T-Shirt-Saison steht bevor. Woher aber nun die passenden Unter- und Oberarme nehmen?

Nächste kulturelle Herausforderung: der Frühling. Voriges Mal erörterten wir gemeinsam die passende Oberbekleidung (armfrei). Heute, wie versprochen, der Erwerb passender Unter- und Oberarme.

Zu dem Zweck hat sich die Menschheit idealerweise bereits im November in einem sogenannten Fitnessstudio angemeldet – eine logische Konsequenz aus den äußeren Umständen. Verhindert sommers die Hitze, dass wir uns Leibesübungen im Freien hingeben, sind es Kälte und hüfthoher Morast im Winter. Als Ausweg bleibt eine sogenannte Muckibude mit stabiler Temperatur auf festem Grund. Alles, was dort stört, ist die Menschheit.

Zur allgemeinen Belustigung sind im Eingangsbereich solcher Sportfabriken stets Tafeln mit den Regeln angebracht, darunter: a) keine unnötig lauten Geräusche und b) keine ärmellosen Trägerhemdchen (vulgo Muskelshirts).

„Wird dort hinten gerade ein Ochse geschlachtet?“, brüllt beim Warmmachen auf dem Crosstrainer, der zugleich Arme und Beine beschäftigt, ein Sportkamerad gegen die alles in ihren Rhythmus zwingende Pumpi-pumpi-Discomusik an. Nein, die Schreie dort hinten stammen von den Männern mit den Muskelshirts im sogenannten Freihantelbereich. Ähnlich wie beim sogenannten Freihandel sind dort alle Regeln egal. Man hat praktisch nichts an und brüllt aus seinen im Übermaß vorhandenen Leibeskräften.

Erstaunlich dabei: Ausgerechnet die arnoldschwarzeneggerartigsten Männer sind am Ende jeder einzelnen Übung dermaßen fix und foxi, dass sie die Gewichte mit einem Geräusch fallen lassen müssen, wie es sonst beim Frontalzusammenstoß zweier Güterzüge entsteht. Ihre Energie reicht dann allenfalls noch zum Ächzgeschrei. Da ein sogenanntes Fitnessstudio großteils von Arnoldschwarzeneggerartigen bevölkert ist, ergibt sich insgesamt eine Klangkulisse wie in einem Verwertungsbetrieb für Altmetall.

Abwechslung bieten jene Extremsportler, die ihren beträchtlichen Bauchumfang dadurch zu reduzieren trachten, dass sie mit 1,7 km/h auf dem Laufband spazieren und Telefongespräche mit der kompletten Verwandtschaft führen. Andere gönnen sich ein höheres Tempo und sogar eine ordentliche Steigung, halten sich zum Ausgleich aber mit beiden Händen am Gerät fest, um den Trainingseffekt auf ein Zehntel zu reduzieren. Dazu quietschen sie bei jedem Schritt mit ihren grellbunten Turnschuhen, als träten sie auf einen Chihuahua, was sie aber nicht hören, weil sie Kopfhörer mit ihrer eigenen Pumpi-pumpi-Discomusik tragen.

Und unsere T-Shirt-Figur für den Frühling? Na, ein andermal.

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