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Sucht die Katze gerade eine Erdnuss? Falls ja: Vorsicht!

Times mager

Nüsse

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Hunde hören gerne Reggae, das beruhigt. Man könnte Nüsschen dazu reichen. Doch vorsicht, sollte diese dann auf dem Boden landen.

Ein häufig vernachlässigtes Phänomen unserer Zeit: Katzen, die Erdnüsse knabbern. Dies nur vorausgeschickt, damit Sie gewarnt sind, denn Sie könnten Erdnüssen und Katzen begegnen, während Sie sich mit Musik hörenden Hunden beschäftigen.

Hunde jedenfalls hören am liebsten, wenn sie Musik hören, Reggae und Soft Rock. Hören Hunde überhaupt gern Musik? Da gibt es offenbar einen gewissen Interpretationsspielraum. Eine schottische Forschergruppe hat zumindest herausgefunden: Sie verbrachten, wenn man ihnen Lieder vorspielte, „signifikant mehr Zeit liegend und signifikant weniger Zeit stehend“ (die Hunde, nicht die Forscher).

Unter fünf zur Wahl stehenden Stilrichtungen – Soft Rock, Motown, Pop, Reggae, Klassik – hatten die erwähnten beiden Genres den besten Effekt auf Herzrate und Stresslevel. Die schottische Tierschutzorganisation kündigte aufgrund dieser Erkenntnisse an, sämtliche Hundezwinger mit Soundsystemen auszustatten und Playlisten zu erarbeiten. Die Zukunft im Tierheim: „Get up, stand up“, singt Bob Marley und Lumpi bleibt ganz chillig liegen.

Gemütlich. Man könnte Nüsschen dazu reichen. Aber Vorsicht: Katzen beispielsweise sollten von Erdnüssen ferngehalten werden. Eine Diskussion auf gutefrage.net fördert Beunruhigendes zutage. Da ist hashtag56 eine Schale Erdnüsse heruntergefallen; während er/sie den Handfeger holt, frisst Mieze die Hälfte auf. Und jetzt?

Sofortiger Tierarzt, rät Leonetta im Forum. Erdnüsse seien sozusagen keine Peanuts, sie könnten letal auf Schnurri wirken, wie Schokolade oder Schweinefleisch. „Erdnüsse gehören nicht in eine Katze“, da beißt auch für polarbaer64 die Maus keinen Faden ab.

Erdnüsse gehören jedoch ebenso wenig auf den Fußboden, selbst wenn der Name das Gegenteil nahelegt. Wie erfahrene Erdnussverbraucher wissen, sind heruntergefallene Erdnüsse – hier: Einzelexemplare – kaum wiederzufinden und tauchen manchmal erst nach Jahren auf. Schon aus der Schüssel mit den Erdnussschalen sind verlustig gegangene Nusskerne kaum noch zu retten; auf ihrem angestammten Terrain, dem Boden, gleicht es fast einem Wunder, der flüchtigen Erdnuss habhaft zu werden.

Mitunter geschieht es dann, dass man eine Hülsenfrucht entdeckt, die an einer ganz anderen Stelle liegt als dort, wo die gesuchte Nuss nach allen bisher gültigen Regeln der Physik gelandet sein müsste; zudem schmeckt sie anders. Der praktische Tipp: Nehmen Sie es einfach hin und freuen Sie sich über den Fahndungserfolg. Schließlich stimmt die Gesamtbilanz: eine Nuss verloren – eine Nuss gefunden. Für Katzenbesitzer bleibt allerdings ein ungutes Gefühl.

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