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Judith von Sternburg ist Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Rundschau.
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Judith von Sternburg ist Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Rundschau.

Times Mager

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Offenbar hat Warren Beatty mit 12.775 Frauen geschlafen. In England wird diskutiert, ob die neue Sherlock-Holmes-Reihe homosexuell sei und für 33 ausgesetzte Meerschweinchen ist ein neues Heim gefunden. Und was ist sonst so los? Von Judith von Sternburg

Und was ist sonst so los? In einer neuen Biografie steht, der Schauspieler Warren Beatty habe mit 12.775 Frauen geschlafen. Eine Andeutung in einem Interview führte dazu, dass England die Frage diskutiert, ob die neue Sherlock-Holmes-Reihe mit Robert Downey Jr. und Jude Law (als Watson) im zweiten Teil den Eindruck vermitteln könnte, Holmes sei homosexuell gewesen. Die Inhaberin der Rechte an den Sherlock-Holmes-Romanen erwägt nun, Teil 2 verbieten zu lassen. Und für die 33 Meerschweinchen, die kurz nach Weihnachten vor einem Tierheim in Paderborn-Schloß Neuhaus ausgesetzt worden sind, fanden sich bereits neue Herrchen und Frauchen in großer Zahl.

Man muss keine besonders ausgebuffte Type sein, um den Zusammenhang zwischen diesen Ereignissen zu erkennen. Dem Besitzer der inzwischen 36 Meerschweinchen - drei davon Neugeborene, die in der fast noch heiligen Nacht in Eiseskälte ohne Herberge in einem Umzugskarton auf die Welt kamen! - ist schließlich etwas außer Kontrolle geraten.

Außerdem geht es in allen drei Fällen um Theorie, Praxis und die Transferleistung dazwischen. Die Beatty-Statistik, allein am Rechenbrett und nicht mit Hilfe der verlässlichen Aufzeichnungen eines Dieners namens Leporello entstanden, ist sehr fraglich. Die Kritik an einem Film, der Holmes - eine Institution, aber auch: eine Romanfigur - als Homosexuellen darstellt, ist völlig absurd.

Und die Geschichte mit den Meerschweinchen wäre wirklich nicht nötig gewesen. Wolfdietrich und Marina Schnurre stellten schon 1970, 1971 und 1972 in ihren drei grundlegenden Meerschweinchen-Büchern dar, was für herzige pantoffeltierartige Knuffel Meerschweinchen sind, dass sie sich jedoch wahnsinnig schnell vermehren. Lesen unterhält, aber es bildet auch.

Noch einmal zurück nach Paderborn-Schloß Neuhaus: Es wäre schön, heißt es aus dem dortigen Tierheim, wenn auch die letzten Meerschweinchen noch ein neues Heim finden könnten. Ferner gebe es auch sehr viele Kaninchen zum Abgeben. Mensch und Tier sind trotz allem unbelehrbar. Schon werden Meerschweinchen-Aussetzungen aus Marl und der Umgebung von Trier gemeldet.

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