Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Stellen Sie sich kurz vor, Donald Trump würde in seinem Schlafzimmer Mäuse füttern. Da würde doch alle Welt sofort denken, sie habe sich in ihm furchtbar getäuscht.
+
Stellen Sie sich kurz vor, Donald Trump würde in seinem Schlafzimmer Mäuse füttern. Da würde doch alle Welt sofort denken, sie habe sich in ihm furchtbar getäuscht.

Times mager

Maushaustier

  • Sylvia Staude
    vonSylvia Staude
    schließen

Und jetzt auch noch eine Katze! Joe Biden erfreut die US-Amerikaner schon mal mit Haustier-Plänen fürs Weiße Haus.

Auf Twitter hat Donald Trump, seit er abgewählt wurde, in den letzten zwei Wochen rund 135.000 Follower verloren, Joe Biden 1 157.000 dazugewonnen. Das Times mager hat keine Recherche gescheut (Telefonbefragung von einer Person, Lektüre diverser Internetseiten) und die Gründe recherchiert.

Bei Trump liegt es auch daran, dass es einfach keinen Spaß macht, als Follower nach jedem nächtlich getwitterten „WAHLBETRUG!“ etc. pp. lesen zu müssen: „Diese Behauptung über Wahlbetrug ist umstritten.“ Da müssen doch der Folger, die Folgerin das Gefühl haben, man nörgelt an ihrer Frühstückslektüre herum. Aber entscheidender ist, darauf verwetten wir unseren Wackeldackel, dass Trump der erste US-Präsident ohne jedes Haustier war. Und jetzt noch 48 Tage.

Haustierlos, das war seit 1789 und bis Trump undenkbar. So brachten US-Sender am Wochenende gleich eine Eilmeldung: Die Bidens werden nicht nur mit den Schäferhunden Major and Champ ins Weiße Haus ziehen, nein, es kommt eine Katze dazu. Gerade rutschte zwar der President-elect beim Spielen mit Major aus und brach sich zwei Fußknöchelchen. Aber wenn er es schafft, dass sich die First Animals nicht wie Hund und Katze begegnen, dann Hut ab! Das hat Symbolkraft: Vereinigte Staaten, immerhin im Haustiersektor. Nun fiebert das US-amerikanische Land der First Cat entgegen, hofft auf das erste Katzenfoto, wäre sicherlich leidenschaftlich dabei, gälte es, einen Namen zu finden für das hohe Tierchen.

Mit den Namen, da haperte es von präsidentieller Seite schon immer ein bisschen (Champ, Major – meine Güte). George Washington hatte einen Esel, sechs Pferde, Papageien und 14 Hunde; Letztere sprachen entweder gern dem Alkohol zu, oder der Präsident sprach gern dem Alkohol zu, denn er nannte sie Drunkard oder Tippler (Wörter für: Säufer) oder Tipsy, beschwipst. Thomas Jefferson hielt zwei Hunde, ein Pferd (Caractacus genannt, oho), Spottdrosseln und kurz mal zwei Bären (ein Geschenk, was soll man machen?). John Quincy Adams, 6. US-Präsident, hatte einen durchaus originellen Haustiergeschmack: einen Alligator, viele Seidenraupen. William Henry Harrison, der 9., ließ sich von Ziege Billy und Kuh Sukey ins Weiße Haus begleiten. Auch Abraham Lincoln hatte Ziegen, Nanny und Nanko genannt, Truthahn Jack, Hunde Fido und Jip, Katzen Tabby und Dixie, zudem ein Hausschwein. Für seinen Nachfolger Andrew Johnson ist immerhin überliefert, dass er Mäuse fütterte, „die in seinem Schlafzimmer lebten“.

Und jetzt stellen Sie sich das mal kurz vor: Donald Trump würde in seinem Schlafzimmer Mäuse füttern, die Mäuse würden ihm vielleicht gar aus der Hand fressen. Da würde doch alle Welt sofort denken, sie habe sich in ihm furchtbar getäuscht.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare