+
Behältnisse zur Getränkerückgabe.

Times mager

Leergut

  • schließen

Flaschenrückgabeautomaten: ein unterschätztes Problemfeld. Was etwa machen Sie mit dem Zettel?

Zum Thema Getränkerückgabe hat sich jemand ein total lustiges Schild in mehreren Varianten ausgedacht. Es zeigt stets einen Mann und eine Frau, beide stehen entweder nebeneinander, flankiert von dem Begriff Getränkerückgabe, oder der Begriff trennt sie, dann stehen die zwei an je einer Ecke des Schildes. Oft kneifen sie die Beine zusammen. Das Schild hängt in Kneipen über dem Eingang zur Toilette.

Wer sich länger als fünf Sekunden mit dem Begriff beschäftigt, kommt ohnehin zu der Erkenntnis, dass er von vornherein nach dem falschen Wort gesucht hat, wenn es ihm darum ging, etwas über Flaschenrückgabeautomaten in Erfahrung zu bringen. Selbstverständlich geht es in diesem Zusammenhang nicht um die Rückgabe von Getränken, sondern lediglich um die Rückgabe von Getränkebehältern, seien sie aus Glas, PET oder Weißblech. Die Getränke selbst behält man ja zunächst für sich, bis sie der Bestimmung zugeführt werden, die der Erfinder des total lustigen Schildes im Sinn hatte.

Glas, PET oder Weißblech?

Andererseits ist der Erfinder des Schildes meist gar nicht derjenige, der es später auch ins Gegenständliche umgesetzt und verkauft hat (und damit wahrscheinlich enorm reich wurde). Normalerweise läuft es ja so, dass man etwas ersinnt, das die Welt verändern wird, eine Superidee, aber momentan hat man keine Zeit, sie zu verwirklichen, und erzählt sie daher erst mal Freunden beim Wein. Manchmal finden die Freunde die Idee dann so frappierend und praktisch, dass sie für den Privatgebrauch einige Prototypen herstellen, sagen wir: handgemalte Aufkleber mit der Aufschrift „Scheiße geparkt“. Man pappt sie auf Windschutzscheiben von Autos, die auf Fahrradwegen stehen. Schon bald hat einer dieser Autofahrer die Genialität des Aufklebers erkannt und zur Serienreife gebracht, verdient damit ein Schweinegeld und bezahlt davon seine Strafzettel fürs Radwegparken.

Das Problem mit dem Zettel aus dem Automaten

Dies alles kann Konsumenten verbittern, während sie mit dem Zettel aus dem Flaschenrückgabeautomaten durch den Supermarkt ziehen und sich fragen, was besser ist: Zettel die ganze Zeit in der Hand halten und vier Liter Milch, fünf Kästen Mineralwasser, die Butter, den Fisch, den Toast einhändig in den Einkaufswagen wuchten, beziehungsweise mit zwei Händen, aber eine davon in Zettelschonhaltung (--> garantierte Sehnenscheidenentzündung)? Oder Zettel so lang irgendwohin stecken, wo ich ihn ganz sicher vergesse?

Man könnte auch zuerst einkaufen und dann die leeren Flaschen zurückgeben. Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden: In 8,79 von zehn Fällen führt dies dazu, dass man mit dem Leergut im Rucksack wieder nach Hause zurückkehrt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion