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Auch Elise war ein Erdferkel.
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Auch Elise war ein Erdferkel.

Times mager

Kröten

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Verwechslungen beliebter Tierarten blicken auf eine lange Historie zurück. Denken Sie an Elise.

Für einigen Wirbel sorgte die Berichterstattung über Haustiere. Speziell über die Unterhaltskosten für ausgewählte Genossinnen und Genossen mit Fell, Schuppen, Federn oder Panzer.

Skandalisiert wurde erst in zweiter Linie, dass eine dahergekrochene Schildkröte im Lauf ihres Lebens angeblich den Gegenwert eines fabrikneuen Personenkraftwagens verschlingt; keiner schäbigen Nuckelpinne, sondern eines veritablen Mittelklassefabrikats (Elektro). Hauptproblem war auch nicht, dass das genügsame Kleinreptil die besten Freunde des Menschen locker um das Doppelte (Bello) bis Dreifache (Miezi) abhängt, finanziell gesehen.

Was eine Leserin veranlasste, unserem in Haustierangelegenheiten hochkompetenten Medium eine E-Mail zu senden, war vielmehr ein redaktionelles Versehen: In der Grafik zum Thema hatte eine gewisse Person (Name intern bekannt, generell gut beleumundet) die Zeichnungen für Meerschweinchen und Hamster vertauscht. An anderer Stelle beichteten wir es schon und ersuchten um Ablass. Man kann das aber nicht einfach auf sich beruhen lassen. Wir haben schließlich einen Ruf zu verteidigen. Millionen Meerschweinchen und Hamster wohnen auf der Frankfurter Rundschau. Da entsteht ja auch ein Vertrauensverhältnis.

Verwechslungen beliebter Tierarten blicken auf eine lange Historie zurück. So hielten Teile der Menschheit die aus Funk und Trickfilm bekannte Elise stur für eine Ameisenbärin. Nur langsam setzte sich durch, dass Elise selbstverständlich eine Erdferkelin ist. Wenn schon unsere moderne Welt derartigen Fehleinschätzungen unterliegt, wie fatal müssen Irrtümer gewesen sein, als man noch nackt und unbehelmt durchs Viertel schlurfte?

Hunderttausende fleischfressende Riesenmonster hätten in der Kreidezeit über den Planeten marodiert, berichteten Forschende letzthin. Wer da einen Hamster nicht von einem Tyrannosaurus Rex zu unterscheiden wusste, hatte größere Probleme als eine (zumal freundliche) Leserinnenzuschrift. Aber zu Zeiten des T. Rex ging vermutlich auch schon niemand nach 22 Uhr auf die Straße. Dies nur, um den Bogen zurück ins Jahr 2021 zu spannen, in dem Dinosaurier keine herausragende Rolle mehr spielen, weder auf der Liste öffentlicher Lebensgefahren, noch in den Top Ten der beliebtesten Haustiere.

Die 70er Jahre haben angerufen und wollen ihre Begriffe Bello, Miezi und Nuckelpinne zurück.

Die durchschnittliche Lebenserwartung einer Schildkröte liegt übrigens bei 95 Jahren. Das relativiert die immensen Unterhaltskosten. So lang hat’s bisher noch kein Auto geschafft. Für denselben Zeitraum hätte man 47 bis 48 Hamster gebraucht.

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