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Andere Menschen in und an ihren Autos zu beobachten, führt nicht selten zu Missverständnissen.
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Andere Menschen in und an ihren Autos zu beobachten, führt nicht selten zu Missverständnissen.

TIMES MAGER

Kofferraum

  • Sandra Danicke
    VonSandra Danicke
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Eine alte Dame im Kofferraum? Da muss die Polizei einschreiten ...

In Bielefeld rief eine Frau die Polizei, weil sie im Kofferraum eines Autos eine ältere Dame gesehen habe. Der Wagen stand auf dem Parkplatz eines Supermarktes; der Fahrer brachte seinen Einkaufswagen zurück – und verschwand. Die Anruferin war davon überzeugt, eine Entführung beobachtet zu haben, der Täter, so dachte sie, sei geflüchtet, weil er die Beobachterin bemerkt habe. Die Polizei rückte an. Auch der Fahrer kam schließlich wieder und wunderte sich, warum man seinen Wagen inspizierte. Die Beamten wiesen ihn an, den Kofferraum zu öffnen. Darin befand sich – neben den Einkäufen – ein etwa 50 Zentimeter großer Gartenzwerg mit grauen Haaren und roter Zipfelmütze.

Nur Wochen zuvor hatte es die Bielefelder Polizei bereits mit einer vermeintlichen Entführung im Kofferraum zu tun bekommen. Eine Frau (dieselbe?) hatte beobachtet, wie ein Mann in den Kofferraum eines Kombis gestiegen war. Ein zweiter Mann habe gesagt, dies sei für ihn (den im Kofferraum) die letzte Chance, und fuhr mit dem Wagen davon. Es stellte sich heraus, dass der Mann im Kofferraum ein Kfz-Mechaniker war, der einem Klappergeräusch auf die Spur zu kommen suchte.

In Füssen wiederum stieg ein Mann aus dem Auto, um eine Zigarette zu rauchen. Er muss sich aus ungeklärten Gründen vom Wagen entfernt haben, denn als er wieder einsteigen wollte, war seine Frau, die das Fahrzeug fuhr, damit verschwunden. In der Überschrift zu dieser Meldung hieß es, sie habe ihn vergessen. Aber wer vergisst schon seinen Mann nach nur fünf Minuten? Und was sollte die Frau auch tun? Der Stau hatte sich aufgelöst, hinter ihr wurde gedrängelt, womöglich bereits gehupt. Der Mann, der von all dem offenbar nichts mitbekommen hatte, lief zu einer Fußgängerunterführung und rief die Polizei, die ihn aufgabelte und schließlich dessen Frau anrief.

Jetzt fragen Sie, liebe Leserin, sich natürlich, was schlimmer ist: ein Mann, der so unscheinbar ist, dass man sich bereits nach wenigen Minuten nicht mehr an ihn erinnert? Ein Lebensgefährte, der zu anderen in den Kofferraum steigen muss, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen? Oder einer, der mit einem riesigen Gartenzwerg aus dem Supermarkt nach Hause kommt?

Dabei ist das alles noch gar nichts. Vor einigen Monaten stoppte die Polizei in Stuttgart einen Fahrer, der den Kofferraum seines Mercedes mit einem viel zu großen TV-Bildschirm überladen hatte. Als die Beamten genauer hinsahen, entdeckten sie unter dem Fernseher eine Hand. Sie gehörte der Frau des Fahrers, die im Kofferraum hinter dem Bildschirm lag, um ihn auf diese Weise zu sichern.

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