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„Du legst die Stirn in Falten, wenn du etwas nicht verstehst. Das kann ich auch! Gib mir ein wenig Zeit, um die Lage zu beurteilen.“
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„Du legst die Stirn in Falten, wenn du etwas nicht verstehst. Das kann ich auch! Gib mir ein wenig Zeit, um die Lage zu beurteilen.“

Times mager

Klangkörper

  • Stephan Hebel
    vonStephan Hebel
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Gehen Sie nicht Gassi, sondern ins Internet, wenn Sie Ihren Hund richtig verstehen wollen.

Sie werden das schon wissen, aber nur zur Erinnerung: Ihr Körper spricht, da geht es Ihrem Körper nicht anders als dem Körper Ihres Hundes, um den es hier allerdings gar nicht geht.

Zum Hund nur so viel: Wenn Sie seine Körpersprache verstehen wollen, gehen Sie nicht erst Gassi und dann ins Internet, sondern umgekehrt. Im Internet finden Sie die schönsten Fotos und Zeichnungen von Hunden mit sprechenden Körpern (und wir reden hier nicht von Geräuschen!), versehen mit hilfreichen Tipps wie: „Das will Ihr Hund damit sagen: ,Du legst die Stirn in Falten, wenn du etwas nicht verstehst. Das kann ich auch! Gib mir ein wenig Zeit, um die Lage zu beurteilen.‘“ Nicht, dass Ihr Hund wüsste, dass er Ihnen genau das sagen will, aber umso besser, wenn Sie es wissen.

Nur: Was hat das mit Fußball zu tun? Nun ja, schauen Sie doch am Samstag mal bei der Sportschau rein. Sollte zum Beispiel Schalke 04 seine Negativserie fortsetzen, werden Sie sich wahrscheinlich an Tipp 6 zur Körpersprache Ihres Hundes erinnern: „Nervöses Hin- und Herlaufen. Das will Ihr Hund damit sagen: ,Ich verstehe nicht, was passiert. Ich glaube, dass etwas nicht in Ordnung ist. Ich bin nervös.‘“ Fazit: Wer nervös hin und her läuft, ist womöglich nervös, da geht’s dem Menschen wie dem Hund.

Im Fußball ist die Körpersprache offenbar schon länger wichtig, als manche Leute glauben. Bereits 2012, lesen wir auf www.psychologie-fussball.de, erforschten „Furley, Dicks & Memmert“ die Wirkung der Körpersprache von Elfmeterschützen auf Torhüter. Und kaum zu glauben: Der Torwart traute einem dominant auftretenden Gegner mehr zu als einem unterwürfig daherschleichenden.

Die dominante Körpersprache des männlichen Zweibeiners zeichnet sich offensichtlich durch möglichst große Ähnlichkeit mit einer kickenden Poser-Karikatur wie Cristiano Ronaldo aus: „Typische dominante Posen waren zum Beispiel eine herausgestreckte Brust, ein breiter Stand und ein angehobener Kopf“, erläutert www.psychologie-fussball.de.

Wie gesagt, das ist Jahre her, aber im Fernsehen kommt die Körpersprache erst jetzt ganz groß raus, gerade auch dann, wenn die Körper schweigen: „Wo bleibt die Aggressivität, wo ist die Körpersprache?“, raunen die Reporter, als hätte es den Schalkern die Körpersprache verschlagen (dabei sprechen sie doch mit ganzem Körper die Sprache der Resignation, ziemlich laut sogar!). Oder (eher nicht bei Schalke 04): „Sie sind wie verwandelt aus der Kabine gekommen, die Körpersprache ist wieder da!“

Da sitzen Sie nun also schweigend auf der Couch, und die Sportschau läuft. Hören Sie mal auf Ihren Körper, aber erschrecken Sie nicht, wenn er spricht.

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