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Blumen. (Symbolbild)
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Blumen. (Symbolbild)

Times mager

Kimjongilia

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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Lasst Blumen sprechen: In Nordkorea haben heute Knollenbegonien den Befehl zum Blühen, denn es ist "Der Tag des strahlenden Sterns".

Mit großem Schrecken hat die nordkoreanische Zensurbehörde anhand eines Interviews auf diesen Seiten erfahren, dass Pflanzen intelligent sind und kommunizieren können. Was, werden sich die aufgeweckten nordkoreanischen Beamten gedacht haben, wenn die so schneidig signalrote, darum unser Land würdig vertretende Knollenbegonie ihre Blütenblätter sprechen lässt und in Den Haag dagegen protestiert, dass man gegen ihr Selbstbestimmungsrecht verstoßen, als man sie Kimjongilia genannt hat? Oder wenn sie, schlimmer noch, spottet wie ein gewisser Film, für den man unglücklicherweise kostenlos Werbung gemacht hat? Wenn sie sich zum Beispiel ein Schild umhängt: Lasst Blumen sprechen – schickt eine Million von uns in die USA. Müsste man sie dann nicht wegen Aufforderung zur Beetflucht vor Gericht bringen? Und dann haben wir den Blattsalat.

Also haben die nordkoreanischen Beamten ihrerseits ein Schild vor die Internet-Seite gehängt, auf der Kimjongilia eigentlich ausführlich und mit dem nötigen Ernst gewürdigt werden soll: „Server maintenance, you may visit other sites now.“ Höflich und nützlich der Hinweis, man könne doch „jetzt“ andere Seiten besuchen.

Das haben wir getan. Und erfahren, dass heute der Tag ist, an dem alle Kimjongilia Nordkoreas zu blühen haben. Grund für das Gesetz zur unverzüglichen Knospenöffnung im Morgengrauen des 16. Februar ist „Der Tag des strahlenden Sterns“ oder auch Geburtstag Kim Jong-ils. Kindern sagt man ja gern, verstorbene Angehörige seien ein Stern am Himmel.

Bloß Rosenmontag

Anderswo auf der Welt ist heute bloß Rosenmontag, was eher nichts mit pünktlichen Blumen zu tun hat: Im Grimm’schen Wörterbuch ist „Rosenmontag“ erklärt als mittelhochdeutsch „Rasenmontag“, „rasender Montag“.

Im Vorfeld der tollen Tage raste jetzt der angeblich beste Witz der Welt um diese; bei einer Internet-Abstimmung soll er aus 40 000 Anwärtern auf den Titel gekürt worden sein (nur, warum werden bei einer solchen Auswahl vor allem die ollen Witz-Kamellen ständig weiterverwendet?). Hier jedenfalls ist er:  

Zwei Jäger sind im Wald auf der Jagd. Plötzlich bricht einer von ihnen zusammen. Er scheint nicht mehr zu atmen. In Panik wählt der andere mit seinem Handy den Notruf und stottert aufgeregt: „Ich glaube mein Freund ist tot. Was soll ich denn jetzt bloß machen?“ Sagt die Stimme vom Notruf: „Nun beruhigen Sie sich erst einmal, und dann vergewissern sie sich, ob er tatsächlich tot ist.“ Nach einem Moment der Stille ertönt ein Schuss. Wieder zurück am Telefon fragt der Jäger: „Okay und was jetzt?“

Jetzt am besten erst einmal ein besserer Witz.

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