Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Fellfärbung als Vorteil: Weiße Pferde werden weniger stark von Pferdebremsen geplagt als ihre dunkleren Artverwandten.
+
Die Fellfärbung als Vorteil: Weiße Pferde werden weniger stark von Pferdebremsen geplagt als ihre dunkleren Artverwandten.

Times mager

Kein Bullshit

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
    schließen

Der Forschungsdrang des Menschen ist ein Wunderwerk und führt in die spannendsten Ecken. Trotzdem hätten wir da noch eine Anregung.

Aus aktuellem Anlass (nämlich: Heimkehr aus dem Urlaub) haben wir just die Idee einer verdienstvollen Forschungsarbeit gehabt, vielleicht für einen Physiker. Es müssen ja nicht immer Schwarze Löcher, Rote Riesen oder Weiße Zwerge sein. Es könnten doch auch mal Schwarze Fussel, Rote Schlieren oder Weiße (na ja, eher Graue) Staubmäuse sein.

Die Sache ist nämlich so, dass eine Wohnung mysteriöserweise auch dann schmutzig wird, wenn sich keiner darin befindet, keiner die Türen oder Fenster öffnet, keiner darin duscht oder kocht, sich die Haare föhnt oder mit Straßenschuhen und einem Krimi auf der Couch lümmelt. Man rast vor dem Urlaub noch schnell mit dem Staubsauger durch alle Räume – und wenn man drei Wochen später die Wohnungstüre aufschließt, was findet man da?

Richtig: Staub. Flusen. Haare in der Badewanne. Wer, könnte man fragen, ist über meinen Boden geschlurft und hat in mein Zierkissen gehustet? Wieso können Unmengen von Staub durch kleinste Ritzen huschen? Oder haben all diese Schmutzpartikel heimlich an der Zimmerdecke gehangen und gewartet, um runterzurieseln, kaum, dass man hinter sich zusperrt und das Rumpeln des Rollkoffers leiser wird? Bestimmt würde doch Menschen, die sich einen Teilchenbeschleuniger ausdenken können, auch ein Staubteilchendetektor einfallen.

Dem menschlichen Forschungsdrang sind doch sonst keine Grenzen gesetzt.

So wurde allein in den vergangenen drei, vier Jahren erforscht, warum weiße Pferde weniger stark von Pferdebremsen geplagt werden als dunkle Tiere (irgendetwas mit polarisiertem Licht, na bitte). Ob unterschiedliche Kleiderstoffe – Polyester, Baumwolle, Wolle – eine Auswirkung auf das Sexleben von männlichen Ratten und männlichen Menschen haben. Auch interessant. Welche Persönlichkeitsmerkmale diversen Gesteinsarten zugeschrieben werden – Ziel war, eine sogenannte Markenpersönlichkeit für sie, also die Steine zu erstellen. Faszinierend.

Zwei japanische Forscher wiederum untersuchten, ob die Dinge anders aussehen, wenn man sich vornüber beugt und durch seine Beine schaut. „Der Haupteffekt der Größe ist signifikant“, schrieben sie in ihrer Studie. Wir haben es sofort ausprobiert, es stimmt. Außerdem sieht alles so – andersrum aus.

Besonders sinnvoll aber erscheint die Studie „Über die Rezeption und die Ermittlung von pseudo-tiefsinnigem Bullshit“. Wir empfehlen zusätzlich – Gebrauchswert! – die Entwicklung einer Bullshit-Detektor-App, wir würden sie sofort laden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare