Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der ehemalige Führer Chinas dient als prima Namensgeber für Katzen – oder besser: für Kater.
+
Der ehemalige Führer Chinas dient als prima Namensgeber für Katzen – oder besser: für Kater.

Times mager

Katzenmusik

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
    schließen

Guten Namen für Katzen: Nicht ganz leicht, aber in dieser Woche gibt es eigentlich nur eine sinnvolle Möglichkeit.

Auf Twitter, einem Medium, das vor 250 Jahren keinem Staatspräsidenten zur Verfügung stand, geschweige denn einem Bonner Komponisten, hat jemand seiner Katze den Namen Mao gegeben. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich 1.) um einen Kater handelt und 2.) um den besten Namen, den je ein Kater trug.

Stante pede möchte man sich ebenfalls solch ein Tier zulegen und einen genialen Namen aussuchen. Problem dabei: Mao ist ja nun schon besetzt. Er (oder sie, man weiß heute nie, es gibt inzwischen auch Kater mit langen Haaren und Katzen mit kurzen, aber gepflegt müssen sie sein) wohnt zu allem Überfluss mit einem ziemlich beliebten Twitterer zusammen, wodurch weiten Teilen der Menschheit bekannt sein dürfte, dass Mao seine Idee war.

Noch weitere Menschheitsteile wissen längst, dass Mao keineswegs die Idee des ziemlich beliebten Twitterers war; vielmehr gibt es Horden von Katern namens Mao. Einer von ihnen „durchleidet in Erfurt schreckliches Martyrium“ (Thueringen24.de). Zur Beruhigung: Mao geht es nach dem schrecklichen Martyrium wieder gut. Zumindest ging es ihm im März 2019 wieder gut. Bereits im Oktober 2015 kehrte ein anderer „Schmusetiger“ (Volksstimme.de) namens Mao aus Wolmirstedt glücklich heim. Er war „ausgebüxt“ und hatte sich „bei Auerbachs Mühle niedergelassen“.

„Besonders tragisch“ für den Erfurter Mao laut Thueringen24.de: „Nur wenige Meter weiter befindet sich eine Tierarztpraxis, doch bis dorthin hat es die Samtpfote offenbar nicht geschafft.“ Bekanntlich sind „Samtpfoten“ stets bestens darüber informiert, wo sich Tierarztpraxen befinden, und kennen für den Notfall auch die Öffnungszeiten.

Da wir uns nun für eine Katze entschieden haben, aber einen anderen Namen suchen müssen (es gibt sogar Poster und T-Shirts, auf denen Katzen in der Uniform des früheren Chinachefs abgebildet sind, also wirklich gar nichts mehr zu machen), ist guter Rat teuer. Die Illustrierte „Bunte“ hat sich für uns „Schmusetiger“-Freunde umgehört und unter dem Titel „Der perfekte Name für dein Haustier“ alles Wissenswerte in Erfahrung gebracht. Wir lernen über den Namen Filou: „Hierbei handelt es sich um die französische Bezeichnung für das Wort ,Lausbub‘ oder ,Gauner‘.“ Und über Fee: „Hierbei handelt es sich um die Bezeichnung eines Fabelwesens, das über Zauberkräfte verfügt, meist eine schöne weibliche Gestalt besitzt und für das Gute steht. Feen können allerdings auch genauso bösartig sein.“

Vielleicht nehmen wir doch lieber einen Komponisten, dann passt dieser Text endlich auch thematisch in die Jubelwoche. Eine Katze namens Beethoven, wie hört sich das an?

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare