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Katzen lieben Essen – doch dafür etwas tun? Bitte nicht.
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Katzen lieben Essen – doch dafür etwas tun? Bitte nicht.

Times mager

Katzenbuckel

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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Die meisten Tiere entscheiden sich für ein bisschen Action für dem Lunch oder Dinner. Nur die Katze bleibt lieber faul.

Liebe Katzenbesitzerinnen und -besitzer, Sie müssen jetzt ganz stark sein (oder vielleicht nicht, da Sie ihren Vierpföter kennen und beschlossen haben, ihn oder sie trotz allem zu lieben): Katzen sind bequemer als fast alle anderen Tiere, als Affen, Vögel, Nagetiere, Hunde, Wölfe – sogar bequemer als Giraffen. Das sagt jedenfalls eine Gruppe um den Verhaltensforscher Mikel Delgado, University of California, die untersucht hat, ob die Tiere ein kleines bisschen zu arbeiten bereit sind für ihr Fressen. Oder ob sie es vorziehen, sich gänzlich anstrengungslos den Bauch vollzuschlagen. Letzteres ist er Fall.

Während alle obengenannten Arten eine kleine Herausforderung vor dem Lunch oder Dinner durchaus schätzen – im englischen Wissenschaftssprech heißt dieses Verhalten contrafreeloading (freeloading bedeutet „schmarotzen“) –, haben sich Katzen in der Mehrzahl für das Futtertablett entschieden, das frei zugänglich war. Vorher eine einfache Aufgabe lösen? Rutscht mir den Katzenbuckel runter, dachten sich offenbar Katzen und auch Kater. Dachten sich übrigens auch jene Katzen und Kater, die insgesamt aktiver waren als der Rest. Dachten sich auch jene Tiere, die bereits Erfahrung damit hatten, eine kleine Aufgabe zu lösen, um ans Futter zu kommen. Wenn sie also vom Nutzen von Gehirnjogging gehört haben, dann ist es ihnen trotzdem wurst. Und sie pfeifen, pardon: miauen auf jedes Fitnesstraining.

Die Forschungsgruppe fand das „überraschend“ und betonte, keineswegs sei damit bewiesen, dass Katzen es nicht mögen, kleine Aufgaben zu lösen.

Das Times mager hat keine Kosten (eine Tüte Leckerlis) und keine Mühe gescheut, um eine repräsentative Zahl (zwei) an Katzen zu befragen.

Es leuchtete durchaus ein, dass die Katzen an ihren Ruf dachten, den es, wie sie uns zumaunzten, zu bewahren gilt. Wir sagen nur: Onlinepräsenz! Wir sagen nur: Klickzahlen, Follower, Likes! So eine Katze tut dem Menschen den Gefallen, das coolste Haustier des Alls zu sein (fragen Sie ruhig den Mann im Mond, er wird es Ihnen bestätigen). Von dieser kätzischen Coolness profitiert auch, wer regelmäßig das Essen servieren darf – ja, servieren darf, Sie lesen richtig.

Und dann stellen Sie sich mal vor, es würde sich in der Nachbarschaft rumsprechen, dass Katze Felinchen oder Kater Waldemar vor jedem Lunch oder Dinner irgendwelche albernen Aufgaben lösen. Eben! Der gute Ruf wäre ruiniert. Nicht einmal Mops Hugo hätte dann noch Achtung vor den beiden. Nicht einmal die Maus, die im Keller unterm Schuhregal wohnt und lieber anonym bleiben möchte. Eine Katze, die Aufgaben löst? Da kann sich ihr Mensch auch gleich einen Hund zulegen.

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