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So stellt die European Space Agency sich die Wolke vor, die durch die hochenergetische Kollision der von der NSA geführten Sonde „DART“ auf dem Asteroiden „Didymoon“ im Jahr 2022 ausgelöst werden kann. Zur Abwehr von Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde plant die Esa die Asteroid Impact Mission (AIM). Von Oktober 2020 an soll eine Sonde zu den Didymos-Zwillings-Asteroiden fliegen. Die beiden Kleinplaneten kommen zwei Jahre später bis auf elf Millionen Kilometer an die Erde heran – laut Esa „vergleichsweise nahe“.
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So stellt die European Space Agency sich die Wolke vor, die durch die hochenergetische Kollision der von der NSA geführten Sonde „DART“ auf dem Asteroiden „Didymoon“ im Jahr 2022 ausgelöst werden kann. Zur Abwehr von Asteroiden auf Kollisionskurs mit der Erde plant die Esa die Asteroid Impact Mission (AIM). Von Oktober 2020 an soll eine Sonde zu den Didymos-Zwillings-Asteroiden fliegen. Die beiden Kleinplaneten kommen zwei Jahre später bis auf elf Millionen Kilometer an die Erde heran – laut Esa „vergleichsweise nahe“.

Times mager

Junger Mond

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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Die Nasa will „Armageddon“ nachstellen. Aber was ist mit den armen Didymossern?

Im September 2022, also in weniger als einem Jahr, werden Dimorphos und Diddlmaus, Entschuldigung, Didymos bloß etwa elf Millionen Kilometer von der Erde entfernt sein. Sagen Sie jetzt nicht: Solange das nicht die A5 betrifft, geht es mich nichts an. Sagen Sie: OMG, wird die Nasa verhindern, dass zwei Asteroiden einfach so an der Erde vorbeifliegen, ohne dass wir eine Chance erhalten, auch die Dimorphosser & Dimorphosserinnen, Didymosser & Didymosserinnen ins Verderben zu stürzen? (Und fragen Sie jetzt nicht: Sind die beiden Asteroiden denn bewohnt? Wer, glauben Sie, schwenkt dort schon die vielen weißen Fähnchen?)

Am 23. November wird die Nasa ein Raumschiff starten, um es ein knappes Jahr später in den „jungen Mond“ Didymos crashen zu lassen. Zwar erinnert das Projekt an den Film „Armageddon“, es handelt sich trotzdem nicht um streng geheime Dreharbeiten für einen sechsten Bond-Film mit Daniel Craig, in der er neben der Erde einen Weißen Zwerg und ein Schwarzes Loch retten muss. Es handelt sich vielmehr um die sogenannte Dart-Mission (Double Asteroid Redirection Test, den Doppel-Asteroiden-Umleitungstest): D & D haben zwar nichts anderes im Sinn, als still an uns vorbeizufliegen – aber wir wollen doch mal sehen, ob wir sie nicht in eine andere Umlaufbahn schubsen können. Ah, da kommen sie schon … Moment ... Iiiiiiiiiii ...

Die Nasa, so informiert die Nasa, richtet ihr Hauptaugenmerk auf „die Erkennung einer Bedrohung durch erdnahe Objekte, die möglicherweise ernsthaften Schaden anrichten könnten“. Gut informierte Kreise wollen wissen, dass zu diesen „erdnahen Objekten“ Jeff Bezos, Richard Branson und Elon Musk zählen. Außerdem Mark Zuckerberg, bei dem es sicher nur eine Frage der Zeit ist, bis er eine Rakete in Auftrag gibt, die das Facebook-f zum Mars bringt und dort aufpflanzt wie die US-Fahne auf dem Mond.

Apropos: Bereits 1969 hat doch die Nasa ein so überzeugendes Mondlandungs-Fake produziert, dass viele Menschen immer noch glauben, Armstrong und Aldrin seien tatsächlich dort gewesen. Warum ist also niemandem mehr das Studio gut genug? Nicht dem russischen Filmteam, das zur ISS fliegt, um für einen Film zu recherchieren, in dem eine heldenhafte Ärztin in der Schwerelosigkeit eine Herz-OP durchführt. Nicht Tom Cruise, der sich, wie man hört, in „Mission Impossible 8“ vom Mond abseilen will. Nicht einmal William Shatner, der doch als Captain jeden Allwinkel gesehen hat, ohne deswegen je Windeln tragen zu müssen.

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