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Times Mager

Impuls-Stoß

"In Zeiten des Wertewandels", so lesen wir auf einer Ratgeberseite im Netz, "ist es auch schwer, seine Rolle als Mann neu zu definieren". Wie wahr! Und dann noch die Frage aller Fragen: "Geht denn das: Weicher Sex mit hartem Schwanz?" Von Christian Schlüter

Bekanntlich haben es Männer besonders schwer. In evolutionsbiologischer Perspektive gehören sie ganz eindeutig zu den aussterbenden Arten. Der Verfall männlicher Herrlichkeit ist kein neues Phänomen, er ist seit Jahrzehnten, wenn nicht seit Jahrhunderten zu beobachten und schon das Thema zahlloser wissenschaftlicher und weniger wissenschaftlicher Erörterungen gewesen. Dass die Männlichkeit in der Krise steckt, dürfen wir eine Gewissheit nennen. Das Drama beginnt mit der Erziehung, den fehlenden Vorbildern für die heranwachsenden Jungen, es setzt sich mit den im Vergleich zu den Mädchen erbärmlichen Leistungen in der Schule fort, und findet auch im Erwachsenenalter kein Ende...

Klar, diese Dauerschmach hinterlässt tiefe Verletzungen im Gemüt. Vor allem aber hinterlässt sie eine tiefe Verunsicherung: "In Zeiten des Wertewandels", so lesen wir auf einer Ratgeberseite im Internet, "ist es verständlicherweise auch schwer, seine Rolle als Mann neu zu definieren". Wie wahr! Und gar nicht erst von unserer Sexualität zu reden: "Auffallend ist, dass es immer mehr lustlose Männer gibt, noch vor einigen Jahren war das eindeutig eine Frauendomäne. Haben wir uns emanzipiert oder ist es eine Zeitgeisterscheinung?" Und dann noch die Frage aller Fragen: "Geht denn das: Weicher Sex mit hartem Schwanz?"

Genau das beschreibt unser Problem. Denn "Penetration ist grundsätzlich ein aggressiver Akt. Aggression gehört zur Sexualität dazu. Damit ist nicht Brutalität gemeint, sondern Zupacken, machen, stoßen, tun, auf eigene Impulse zu achten". Was also tun? Wohin mit all der Kraft und Herrlichkeit den "stahlharten Latten"? Nun, wir wollen an dieser Stelle nicht unserem Impuls folgen und brechen vorerst ab. Allerdings nicht, ohne vorher darauf hingewiesen zu haben, dass es sich bei der besagten Website nicht etwa um eines der einschlägigen Beratungsangebote handelt, sondern um eine Präsentation der katholischen Diözese Linz (www.dioezese-linz.at).

Über die katholische Kirche wird ja gerne viel gemeckert. Gerade in letzter Zeit. Dabei gibt es es unter ihrem gesegneten Dach nichts, was es nicht gibt.

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