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Was ist Nigel Farage bloß auf den Kopf gefallen?

Times mager

Hund & Katz

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Die Schuld an politischem Blödsinn sollte keineswegs auf Haustiere abgewälzt werden.

Es regnet Katzen und Hunde, „it’s raining cats and dogs“, sagt der Brite gern, wenn es schüttet. Damit möchte er nicht vor tatsächlich aus dem Himmel fallenden Katzen und Hunden warnen, sondern vor so unerfreulichem Wetter, wie auch eine Keilerei zwischen des Menschen liebstem Fotomodell und des Menschen bestem Freund für alle Seiten unerfreulich ist. Freilich würde es immerhin das Verhalten und die Überzeugungen der Brexiteers–Politiker wie auch Nicht-Politiker – erklären, wenn man wüsste, dass ihnen eine Norwegische Waldkatze oder gar ein Mastiff auf den Kopf gefallen sind. Bei Nigel Farage und Boris Johnson war es bestimmt ein ausgewachsener Rottweiler.

Damit soll die Schuld an politischem Blödsinn keineswegs auf Haustiere abgewälzt werden. Wo sie doch sowieso (Mit)Leidtragende sind, wenn ihr Mensch gestresst ist: Schwedische Wissenschaftler stellten jetzt fest, dass im Fell von Dackel, Dalmatiner, Dobermann phasenweise mehr Cortisol abgelagert wird, wenn auch Frauchen/Herrchen gerade mehr von dem Stresshormon produziert. Keineswegs ignorierten Hunde die Ängste ihrer Halter, so die Forscher, im Gegenteil seien sie zu erheblicher Empathie fähig (im Gegensatz zu, nur als Beispiel, Donald Trump; vermutlich wurde der Große Pyrenäenberghund Duke in Cormorant, Minnesota, von den rund 1000 Einwohnern des Orts mehrfach zum Bürgermeister gewählt, weil er in Krisensituationen nicht twittert, sondern sich streicheln lässt und Cormorant damit zwar nicht größer, aber glücklicher macht).

Ein Stückchen froher sein darf auch, wer sich um Schrödingers Katze sorgte, die seit 1935 in einer Kiste festsaß und entweder schon tot war oder noch nicht, dadurch, dass man es nicht wusste, aber irgendwie beides. Bzw. wahrscheinlich doch tot, sobald man in der Kiste nachsah. Physiker hören bitte spätestens jetzt zu lesen auf, denn die Verfasserin hat nicht wirklich verstanden, was die gute Nachricht ist im Hinblick auf eine Katze, die es gar nicht gibt, deren Schicksal aber laut einer neuen Theorie nicht nur kurz vor ihrem Tod vorausgesagt werden, sondern die dann auch noch schnell vor der fatalen Quantensprung-Wirkung gerettet werden kann – okay, so schnell gerettet werden müsste, dass man sich das schon wieder nicht vorstellen kann.

Forscher der Yale University aber können. Quantensprünge, so sagen sie, seien keineswegs unberechenbar und abrupt, vielmehr „graduelle Übergänge, die mehr einem Gleiten entsprechen“. Und während der elektronische Übergang noch gleitet, kann er sogar umgekehrt werden. Schön, wenn diese Möglichkeit bald auch für politische Prozesse entdeckt würde.

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