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Hilfe, Spinne!
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Viele Menschen haben Angst vor den Krabbeltieren.

Times mager

Hui

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Würden Sie jemanden bei diesen Temperaturen vor die Tür setzen? Wir jedenfalls nicht, auch keine Spinne.

Die Spinne – und na logisch, Spinnenmänner dürfen sich hier stets mitgemeint fühlen – ist bekanntlich die beste Freundin des Menschen. Sie kommt zwar nicht auf Pfiff oder Zuruf angetrappelt und apportiert auch weder Stöck- noch Bällchen, sie bringt nicht einmal die Rundschau rein, obwohl sie eigentlich den lieben langen Tag Zeit hätte, solange wir ihr Netz unbehelligt lassen. Doch hilft sie uns, das Haus vor der größten Bedrohung zu schützen, die wir in präviralen Zeiten kannten: der Schnake.

Sicher, Schnaken spielen zurzeit eine untergeordnete Rolle. Sie sind im Winter selten. Wenn doch mal eine auftaucht, hat sie eine Schlafmütze auf dem Kopf und ruft der vorbeirasenden Schneeflocke ein ehrfürchtiges „Hui!“ hinterher. Außerdem hat ihr, auch sprachlich, die Mücke über alle Maßen den Rang abgelaufen. Es gab eine Ära, da herrschte beim Gestochenwerden die Panikreihenfolge: 1. Wespe, 2. Biene, 3. Schnake, oder sagen wir: 3. Libelle, 4. Schnake. Als Mücke wurde damals die Fliege bezeichnet. Jedenfalls regional.

Zurück zur Spinne. Sie beseitigt kostenlos und unverbindlich 97 Prozent aller Bedrohungen, die kleiner sind als ein Staubsaugerroboter und größer als ein Corona-Virus. Herzlichen Dank, liebe Spinne! Im Schlafzimmer möchten wir dich trotzdem nicht.

Letztere Überlegung kann Urlaubsreisende vor gewisse logistische Probleme stellen, wenn sie ein Ferienhaus beziehen, das bereits von einer Spinne bewohnt wird, und zwar von einer Spinne in einem solchen Format, dass sie es durchaus doch mit dem Staubsaugerroboter aufnehmen könnte. Die Lage präsentiert sich folgendermaßen: drinnen die Spinne sowie Türschlitze (unten), durch welche die Spinne hindurchpasst (unter sämtlichen Türen). Draußen minus acht Grad.

Kein Mensch würde seine beste Freundin bei diesen Temperaturen vor die Tür setzen. Andererseits möchte man in Ruhe schlafen und nicht dauernd achtbeinig die Decke weggezogen kriegen. Was also tun?

In dieser Situation hilft ein guter Draht zum Deutschen Wetterdienst. Er prognostiziert, auf die Problematik hin durchleuchtet, einen Anstieg der Außentemperatur binnen Tagesfrist um 19 Grad (aber ja, neunzehn, während die Wassertemperatur zugleich von sechs auf drei Grad sinkt; Mysterium Ostsee). Und hält Wort. Die Zwischenzeit verbringt unsere beste Freundin in einem geräumigen Wartezimmer (Glasschüssel) mit ausreichend Atzung (tote Fliege, das Ferienhaus war bei Bezug etwas nachlässig gereinigt). Ende gut, Spinne gut.

Abschließend möchten wir all die empörten Spinnen um Pardon bitten, in deren Wohnung wir am Wochenende zurückgekehrt sind.

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