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Ein Elch! Oder ein Rentier? Nein, ein Elch!
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Ein Elch! Oder ein Rentier? Nein, ein Elch!

Times mager

Höjdpunkter

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Elch und Ren verwechselt man gern. Aber es gibt Abhilfe, auch für andere Malaisen: Elchwanderung gucken.

Die Elche sind jetzt über den Fluss. Pardon. Nicht dafür, dass alle Elche auf der anderen Seite angekommen sind, vor zwei Wochen schon, sondern dafür, dass Sie es erst heute erfahren. Es ging nicht anders. Wenn die Elche im Frühjahr den Ångermanälven überqueren – was man halt in Schweden so Fluss nennt, hierzulande würde man sagen: See –, dann bleibt die Zeit stehen.

Elchfreundinnen und -freunde liegen dann morgens im Bett, internetfähige Endgeräte in den Händen, unfähig aufzustehen, wann es sich gehört. Es ist diese Art von Ruhe, die ein Elch verbreitet. Oder sieben Elche.

„Den stora älgvandringen“, die große Elchwanderung, heißt das hypnotische Guckloch, das die bezaubernde Gattin fand. Wenn die Kamera nicht gerade tonlos eine unglaubliche Wasserlandschaft entlangfliegt, eisbewachsene Flussufer, Schneewälder unter blauem Himmel, dann sind Vögel zu hören, immer. Die erstaunlichsten Tiere ziehen stundenlang ganz nah oder in der Ferne vorbei („Schau!“ – „Es gibt dort noch Dinosaurier?“ – „Offenbar“). Sorgfältig, doch unkommentiert fassen die Elchfachleute vom schwedischen Fernsehen die Höhepunkte zusammen. Höjdpunkter. Japp, Schwedisch lernt man auch.

Die Zeit fließt träge dahin wie der Ångermanälven. Und während wir so im Bett liegen, die schwedischen Elche, die schwedischen Schwäne, die schwedischen Dinosaurier und ihre Fans auf der ganzen Welt, kommt eine E-Mail herein von dem Kollegen L., der jüngst an dieser Stelle über die redaktionelle Verwechslung eines Meerschweinchens mit einem Hamster las. Er berichtet, wie in Vorzeiten eine ähnliche Verwechslung geschah: Da sei den Lesenden das Bild eines Rentiers als Elch verkauft worden. Und nein, der Kollege konnte nicht ahnen, dass seine Mail mitten in eine Szene platzen würde, in der elf Rentiere am Waldrand entlangziehen (es ist die Aufzeichnung vom 19. April, nach ca. 90 Minuten – das sind doch Rentiere? Oder etwa Elche? Nein, Rentiere).

Natürlich müssen sofort Tiererlebnisse aus Schweden ausgetauscht werden. Den Kollegen L. duldete ein äsender Elch in zehn Metern Entfernung. Das ist nicht zu überbieten. Auch nicht von dem Rentier, das eine Weile neben unserem Auto herlief. Wir hatten wohl denselben Weg. Davon gibt es Aufnahmen, anders als von den zahllosen Elchen, die während derselben Reise an Straßenrändern auftauchten, aber geisterhafterweise nicht auf den Fotos. Oder waren es Dinosaurier?

Die Verwechslung von Elch und Ren in der Zeitung sei damals niemandem aufgefallen, sagt der Kollege L. Wer sie unterscheiden lernen will: Die Filme von „Den stora älgvandringen“ sind weiterhin online. Liegen Sie bequem.

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