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Die vermutlich älteste Jagd-Malerei der Welt wurde in Indonesien entdeckt.

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Höhlenmalerei: Vollprofis schon damals

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Bereits vor 40 000 Jahren gingen Menschen Geschichten und Bilder durch den Kopf und malten sie sie an die Wände.

Mitte des Monats war’s. Oder war es bereits in der vorvorvorigen Woche, man kommt da womöglich durcheinander, keine Frage! Zumal man bei der Vernissage nicht anwesend war. Aber hätte man auch die Möglichkeit gehabt, sie zu besuchen, so kurz vorm Jahreswechsel? Die letzten Tage im Jahr fixieren einen doch stark an die gewohnte Umgebung. Groß die Klammerei an die gewohnten Rituale, ist aber auch nicht verkehrt. Deshalb kein abfälliges Wort über die Automatismen, die ineinandergreifen müssen, und die einem die Zeit nicht lang werden lassen. Außerdem muss man an den Stellen (Stellschrauben), wo sich die Dinge wie von selbst ergeben, nicht auch noch kreativ sein. Spart Energie.

Der Mensch - schon vor über 40 000 Jahren ein Maler

Befremdende Gestalten an der einen Wand in der heimischen Höhle?

Die kann man dann umlenken. Zumal Herausforderungen bleiben – um also auf eine Vernissage in diesem Monat zurückzukommen. Ein Datum, ein historisches ist nicht zu viel gesagt. Wurden doch Bilder in Umlauf gebracht, die illustrieren, dass der Mensch schon vor über 40 000 Jahren ein Maler war, unter weniger oder anders begabten Menschen also solche Menschen lebten, die sich als Höhlenmaler betätigten. Weil es sich bei den Höhlenmalereien, die auf der Pazifikinsel Sulawesi entdeckt wurden, um die ältesten figurativen Darstellungen der Welt handelt, wurde die Sache umgehend ernst. Keine Scherze mehr über eine versäumte Vernissage, eine verpasste Fernflugreise – wie auch, die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift „Nature“ vorgestellt.

Zu sehen Zweibeiner auf der Jagd, zu lesen eine Erfolgsgeschichte, die auch eine Entwicklungsgeschichte war, nicht nur seinerzeit, sondern in den letzten Jahren, Schritt für Schritt. 2014 war’s, da wurde an einer Höhlendecke der Umriss einer menschlichen Hand entdeckt in roter Farbe, 2018 einige Huftiere, und jetzt, zuletzt, nicht nur Tiere, sondern menschenartige Figuren – womöglich Mischwesen, halb Mensch, halb Tier.

Morgens Sammler, mittags Jäger

Keine Kunst, ob heute oder vor 44 000 Jahren ohne Arbeitsteilung, die Segnungen der Arbeitsteilung. Oder eines damals sehr geregelten Tagesablaufs. Morgens Sammler, mittags Jäger. Und am Lagerfeuer Erzähler, sowie im Schein einer Fackel, die die Wände einer Höhle flackernd beleuchtete, ein Künstler, quasi ein Profi, dem Geschichten und Bilder durch den Kopf gingen. Legenden von sagenhaften Gestalten, die den Maler aufwühlten vor mindestens 40 000 Jahren und seit den Tagen in Mythen und Legenden gang und gäbe wurden. Seit Jahrtausenden also praktisch Alltag sind, so auch im TV-Programm zwischen den Jahren.

Befremdende Gestalten an der einen Wand in der heimischen Höhle? Hybridwesen! Keine Frage – wie heute jeder Vollprofi sagt.

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