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Times Mager

Hilux

Der Toyota-Hilux ist ein geländegängiger Pick-up, nach Darstellung auf der Website „ein Paradebeispiel an Kraft, Souveränität und Unverwüstlichkeit“, und auf den Fotos sehen die Hiluxe dazu noch beneidenswert gut aus.

Von Hans-Jürgen Linke

Der Hilux will unterwegs sein, heißt es auf der Website des Autoherstellers Toyota, und wer regelmäßig Nachrichtensendungen sieht, weiß, dass der Hilux sich in dieser Hinsicht zurzeit nicht beklagen kann. Der Hilux ist ein geländegängiger Pick-up, nach Darstellung auf der Website „ein Paradebeispiel an Kraft, Souveränität und Unverwüstlichkeit“, und auf den Fotos sehen die Hiluxe dazu noch beneidenswert gut aus: Nicht durch und durch militärisch und militant, eher mit einem guten Schuss ziviler Eleganz, dabei zugleich mit dem deutlichen Gestus des Allzweckhaften und des Alleskönnens ausgestattet: das perfekte Transportmittel für den Volksaufstand. Einfach ein wehrhaftes Maschinengewehr von Heckler und Koch oder ein kleines, weit reichendes Flugabwehrgeschütz aus der Defence-Abteilung von Rheinmetall auf die Ladefläche geschraubt – und los geht’s, „ob locker durchs Gelände oder entspannt durch die City“ oder eben in die Schlacht.

Nachdem der japanische Autohersteller sich, nicht mit den schlechtesten Gründen, vor zweieinhalb Jahren aus der Formel 1 zurückgezogen hatte, schien ihm ein wirklich effektvoller globaler Auftritt zu fehlen. Auch lief plötzlich in Sachen Qualitätsmanagement einiges aus dem Ruder, Rückrufaktionen kosteten Geld und Ansehen. Jetzt aber, mit dem Bürgerkrieg in Libyen, den Aufständen in Tunesien und Ägypten, scheint es, als sei ein Durchbruch geschafft und Toyota sei wieder auf dem Wege dort hin, wo Toyota hin gehört.

Beim so genannten HMMWV, besser bekannt als Hummer, lief seinerzeit die Image-Bildung in umgekehrter Richtung. Man sah das beeindruckende Militär-Original durch die Golfregion brettern und wollte unweigerlich selbst einen haben, jedenfalls, wenn man Arnold Schwarzenegger war. Die später auf den Markt geworfene Hybridantrieb-Variante ermöglichte sogar die Verbindung von Wehrhaftigkeits- und Umweltschutz-Gedanken.

Toyota ist nun einen großen Schritt weiter: Kriegs- und Autobahntauglichkeit sind nur mehr zwei Aspekte des gleichen Autos, wie die Werbeabteilung weiß: „Was man mit dem Hilux auch vorhat, er verlangt nach mehr.“

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