Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Intelligentes Schlafen entsteht dadurch, dass „die quantifizierten Schlafgewohnheiten und langfristigen Schlaftrends“ der ganzen Familie irgendwie aufgezeichnet werden, heißt es in einem Werbeprospekt.
+
Intelligentes Schlafen entsteht dadurch, dass „die quantifizierten Schlafgewohnheiten und langfristigen Schlaftrends“ der ganzen Familie irgendwie aufgezeichnet werden, heißt es in einem Werbeprospekt.

Times mager

Gute Nacht

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
    schließen

Diesmal vertieft sich unsereins in die Lektüre der Mitteilung eines „weltweit führenden Unternehmens im Bereich Schlaftechnologie“. Es geht um „einen intelligenten Schlaf für die ganze Familie“.

Wir kommen eventuell in Kürze zum eigentlich vorgesehenen Thema dieses Textes, nämlich Schlaf. Zunächst aber in aller gebotenen Kürze: Die Tasse ist wieder da. Die mit den Pinguinen. Soeben mussten wir uns von der Kollegin N. nachweisen lassen, dass sich die Tasse, deren fortgesetztes Fehlen in der Teeküche wir gerade wieder beklagten, am vorgesehenen Platz im zweiten Fach von oben befand.

Wir waren beschämt, auch wenn wir kontern konnten, es handele sich zugleich um das zweite Fach von unten. Schlimmer noch: Der kleine Eisbär auf der Tasse in seinem kleinen Schlauchboot, der Angst vor den Schnäbeln der ihn umschwimmenden Pinguine hat, ist kein Eisbär, sondern eine Katze. Sie kennen vielleicht dieses Experiment, bei dem man die Vokale weglässt und jeder versteht trotzdem, was gemeint ist, z. B. FCK BRLN. Wenn das auf einem T-Shirt steht, denken nur wenige, es gehe um ein Fußballspiel zwischen Kaiserslautern und Hertha.

Wie der Leser die Vokale, so ergänzte unsereins: Eisberge plus Pinguine ergibt Eisbär. Das war falsch, und wir bitten in aller Form um Entschuldigung.

Wie Fensterfugendichtmasse

Da wir schon so gemütlich bei einem Kaffee und einer osteuropäischen Süßigkeit beisammensaßen, deren Füllung allerdings an eine Fensterfugendichtmasse erinnerte, sprachen wir über die Themen des Tages. Gerade hatte unsereins sich in die Lektüre der Mitteilung eines „weltweit führenden Unternehmens im Bereich Schlaftechnologie“ vertieft. Es ging um „einen intelligenten Schlaf für die ganze Familie“.

Intelligentes Schlafen entsteht dadurch, dass „die quantifizierten Schlafgewohnheiten und langfristigen Schlaftrends“ der ganzen Familie irgendwie aufgezeichnet werden, was, wie Lasse Leppäkorpi erläuterte, allen Familien hilft, „intelligent zu schlafen und sich besser zu fühlen“, was übrigens wiederum auch hilft, „Leistung und Produktivität zu steigern“, was Herr Leppäkorpi allerdings lieber nur am Rande erwähnt. Seine Firma ist jedenfalls human genug, anderen Unternehmen „Einsicht in ihre Gesundheitsprogramme zu bieten“.

Die Aussicht, intelligenter zu schlafen durch Lasse Leppäkorpi, den „CEO“ der Firma, löste im Kollegenkreis große Begeisterung aus, vor allem bei Kollegin S., die, die Sprechweise des CEO kongenial aufgreifend, erläuterte: „Meine Schlafeffizienz ist am Ende des Tages durchaus optimierbar.“

Die Kollegin N. las derweil die Nachricht, der Gipfel von Minsk drohe noch zu „kippen“. „Was ist das für eine Welt, in der die Gipfel kippen?“, stöhnte die Kollegin N., und die Kollegin S. fügte nur hinzu: „Gute Nacht.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare