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Altbundeskanzler Gerhard SCHRÖDER , SPD , holt sich eine Currywurst beim SPD Hoffest in Berlin .
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Ohne Currywurst ging bei Gerhard Schröder schon im Jahr 2007 nicht viel.

Times mager

Schröders Kampf um die Currywurst

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
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Kein Geringerer als Gerhard Schröder schließt sich der Bewegung an, die die Currywurst gegen den globalen Veganismus des Großkapitals verteidigt.

Frankfurt/Wolfsburg - Das Grundproblem ist bekannt, aber da es nun alle schon geschrieben haben, soll es hier auch noch mal geschrieben werden: Bei allem Verständnis für Minderheiten, die um gesellschaftliche Anerkennung kämpfen – wenn es um unsere Lebensart geht, ist Schluss. Von Vegetariern und Veganern, die hier aus Protest bewusst nicht als Vegetarier:innen und Veganer:innen bezeichnet werden sollen, lassen wir uns diese Lebensart schon lange nicht zerstören.

Das Teuflische ist, dass die lifestyle-linke Anti-Wurst-Szene sich hinterhältig mit dem international vernetzten Großkapital verbündet. Dieses Bündnis hat das Ziel, dem deutschen Arbeiter und der deutschen Arbeiterin (ja, beiden) eine global-vegane Lebensweise aufzuzwingen, die dem Naturell und den Grundbedürfnissen der Mehrheit eklatant widerspricht.

Kampf um die Currywurst: Gerhard Schröder äußerst mutigen Widerspruch

Vor Jahren noch stemmte sich die Mehrheitsgesellschaft erfolgreich gegen die Forderung einer nahezu weltbekannten Verbotspartei nach einem „Veggie Day“ in Kantinen. Wie rosig müssen diese Zeiten heute erscheinen! Inzwischen kann der Kampf nur noch darum gehen, dem Großkapital wenigstens einen Fleischtag pro Woche abzuringen.

Die Chancen, kann hier berichtet werden, haben sich deutlich verbessert: Kein Geringerer als Gerhard Schröder hat sich der Bewegung angeschlossen, die die Currywurst (Wikipedia: „Sie wird der Deutschen Küche zugerechnet“) gegen den globalen Veganismus des Großkapitals verteidigt.

Dass ein Betriebsrestaurant des VW-Konzerns diesen „Kraftriegel der Facharbeiterin und des Facharbeiters“ (Schröder) nicht mehr anbieten will, hat den Altkanzler zu mutigem Widerspruch veranlasst: „Grundsätzlich keine Currywurst? Nein!“ Und: „Wenn ich noch im Aufsichtsrat von VW säße, hätte es so etwas nicht gegeben.“

Kampf um die Currywurst: Schröder macht der Gegenseite ohne Not Zugeständnisse

Recht hat er, auch wenn es bei VW heißt, in der Kantine gegenüber solle es auch weiter Currywurst geben (wie lange noch?!). Und schade eigentlich, dass der Mann, der manche deutschen Kulturgüter sogar selbst erfunden hat (Hartz IV), dem Niedergang des deutschen Proletariats nur durch eine Neuorientierung seines Engagements in Richtung Russland entfliehen konnte.

Was ein wenig stört: Schröder, ganz Sozialdemokrat, macht der Gegenseite ohne Not Zugeständnisse. Was soll das unterwürfige Bekenntnis „Vegetarische Ernährung ist gut, ich selbst mache das phasenweise auch“? Was für Phasen, bitte, sollen das sein? Doch allenfalls jene Phase zwischen Mittag- und Abendessen, die dem vegetarischen Genuss eines zünftigen Stücks Torte gewidmet ist!

Wie auch immer: Widerstand muss sein, Grillen – jetzt erst recht. Und wenn Sie noch keinen haben: Kaufen Sie einen Gasgrill. Gerhard Schröder zuliebe. (Stephan Hebel)

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