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Miley Cirus verzeiht Kanye West, wird aber von Nicki Minaj als „Bitch“ bezeichnet. Aha.
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Miley Cirus verzeiht Kanye West, wird aber von Nicki Minaj als „Bitch“ bezeichnet. Aha.

Times mager

Geheimnisse

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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Bono müsste gegen Helene Fischer antreten, die just verraten hat, die erste Päpstin werden zu wollen. (Oder war das Miley Cyrus?) Von Menschen, die einiges verrieten.

Heute wird es an dieser Stelle knallhart. Es geht um Geheimnisverrat. Und um das Versäumnis, vor einem Geheimnisverrat zu warnen, so lange derjenige, der gleich auf diesen Geheimnisverrat stoßen wird, noch die Gelegenheit hat, zurückzuzucken. „Spoiler alert“ – wörtlich: Spielverderber-Alarm – nennt man diese Warnungen im Englischen.

Der britische „Guardian“ hat bei seiner Besprechung des letzten, posthum erschienenen Terry-Pratchett-Romans keinen spoiler alert angebracht. Und die Schriftstellerin AS Byatt hat in ihrer ambitionierten Rezension gleich mal verraten, dass XY stirbt. Wobei XY offenbar ziemlich sofort stirbt (ungefähr so, wie wenn im „Tatort“ in den ersten Minuten der Mörder bei seiner Tat gezeigt wird), weswegen der „Guardian“ auch unangenehm überrascht wurde von der heftigen, empörten Reaktion der Leser – man könnte von einem Shit-Stürmchen sprechen.

Unangenehme Überraschungen

Das vergangene Wochenende war aber nicht nur beim „Guardian“ eines der unangenehmen Überraschungen und kleinen Geheimnisverrate. Nicki Minaj verriet ganz aktuell, dass ihre Kollegin Miley Cyrus eine „Bitch“ ist. Miley Cyrus hatte im Vorfeld verraten, dass sie Kanye West verziehen hat. Kanye West seinerseits verriet, dass er 2020 US-Präsident werden will. Gestand allerdings auch, dass er vor der MTV-Show, auf der sich dies alles zutrug, „was geraucht“ habe. Nun ja. Udo Lindenberg hat indessen angekündigt, dass er Bundeskanzler werden will – oder Moment, das war Heino. Bono würde nicht ausschließen, fürs Papstamt zu kandidieren, hat da womöglich aber etwas durcheinandergebracht. Außerdem müsste er gegen Helene Fischer antreten, die just verraten hat, die erste Päpstin werden zu wollen. (Oder war das Miley Cyrus?)

Auch im öffentlichen Nahverkehr gab es heute morgen die sensationellsten Enthüllungen. Ein anonymer Fahrgast verriet, alle lauschten atemlos, dass er sich verspäten werde, weil er den Park-and-Ride-Platz habe suchen müssen. Ein junger Mann enthüllte, dass Schokobärchen, also er, sein Kuschelmonster ganz lieb busselt. Der Zugführer enthüllte – leider nicht, warum die S-Bahn am Nebengleis stand. Und stand. Dafür machte er eine Durchsage: „Achtung, hier spricht Ihr Zugführer. Es reicht mir. Schon wieder ist einer von Ihnen in der Lichtschranke stehen geblieben. Ich habe beschlossen, umzuschulen und Bundeskanzler zu werden. Außerdem werde ich Ihnen jetzt verraten, wer kommenden Sonntag im Tatort der Mörder ist.“ Und er tat es. Ehe wir uns die Finger in die Ohren stopfen konnten.

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