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In Hagenburg treibt ein Milchdieb sein Unwesen.
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In Hagenburg treibt ein Milchdieb sein Unwesen.

Times mager

Gedrängel

Und der Milchdieb von Hagenburg hat erst Kindergartenkinder beklaut und ist dann auf einem Fahrrad davongesprengt. Mann, Mann, Mann.

Es drängt jetzt nichts nach vorne, sagt die Redakteurin, wenn sie überhaupt nicht mehr weiß, was sie machen soll. Der Redakteur sagt das auch. Solche Momente, die natürlich im gut organisierten Redaktionsleben so gut wie nie vorkommen, bis es dann doch wieder einmal so weit ist, stehen in einem sonderbaren Gegensatz zu dem, was beide vermutlich gerade hinter sich haben. Beim Verlassen des S-Bahnhofes im Berufsverkehr kann nämlich keine Rede davon sein, dass jetzt nichts nach vorne drängt. Auf dem gesamten Weg zur Arbeit kann davon nicht die Rede sein.

Weil aber Fußgänger in einer solchen Lage gegenüber Radfahrern und Autos deutlich im Nachteil sind; weil sie so langsam auf dem Bürgersteig dahintippeln, aber die Fahrräder wollen vorbei, aber auf der Straße fahren ja die ganzen Autos, aber der kleine Grünstreifen dazwischen ist ja total vermatscht; weil sie sich also anpfeifen lassen müssen, weil sie langsamer sind, keinen Rückspiegel und keine Klingel haben, nur ärmlich in den Morgen blaffen können mit Stimmen, denen der Frankfurter Morgenlärm aber so etwas von locker gewachsen ist; weil sie dann aber doch endlich selbst auf und über die Straße quillen wollen, weil dieses verdammt kleine Stück zwischen Straßenbahnschiene und Fahrbahn bereits völlig mit Menschen überfüllt ist und die Menschen müssen sich jetzt dünne machen, denn die Straba saust näher und näher; weil dann aber allen anderen Verkehrsteilnehmern plötzlich auffällt, dass die Fußgänger hier nichts zu suchen haben, die Räder klingeln, die Autos fahren schneidig an, die Straba bimmelt auch schon, denn ein paar trauen sich noch nicht ins Getümmel; weil also alles recht ungünstig verläuft für die Leute, die zu Fuß unterwegs sind, kann man alle paar Tage sehen, wie sie vergnügt die Autoschlange hinter dem Müllwagen auf der engen Gasse betrachten. Zehn Autos am Freitagmorgen, der nächste Abzweig noch locker 100 Meter entfernt. Das kann dauern. Zügig, elastisch und aufrecht ist auf einmal der Gang.

Interessant ferner, dass der Milchdieb von Hagenburg (Niedersachsen) die gestohlene Milch allmorgendlich in – so die Deutsche Presse-Agentur, die sich aber zweifellos eng an den Polizeibericht hält – „die Satteltasche seines Fahrrades“ gesteckt hat. Milch, die er vor einem Kindergarten klaute, wochenlang, bis sich die Polizei auf die Lauer legte. Ein Fahrradfahrer klaut Hagenburger Kindergartenkindern die Milch, steckt sie in seine Satteltaschen und rast davon. Mann, Mann, Mann. Aber darüber redet wieder keiner, schon wird auch der Platz knapp.

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