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Orlando: Wind, die Frisur hält. Doch wie macht Donald Trump das?
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Orlando: Wind, die Frisur hält. Doch wie macht Donald Trump das?

Times mager

Fragen Sie!

  • Sylvia Staude
    VonSylvia Staude
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Bald ist Internationaler Stell-eine-Frage-Tag. Sie sollten sich darauf vorbereiten, denn schnell ist so eine Chance vermasselt. Und dann dauert es wieder ein Jahr.

Alles, was Sie schon immer wissen wollten, aber nie zu fragen wagten, können Sie nächste Woche beim „Internationalen Stell-eine-Frage-Tag“ fragen. Den gibt es tatsächlich – fragen Sie jetzt bitte nicht, warum – und wir erwähnen ihn heute schon, damit Sie sich darauf vorbereiten können. Denn mit dem Fragen ist es wie mit dem Wünschen, man möchte es ungern vergeuden an: Wo ist meine zweite Socke geblieben, ich möchte sie auf der Stelle zurückhaben. Pling! liegt sie unmittelbar neben dem Wäschekorb und eine Stimme spricht aus der Trommel: Du hast doch nicht etwa gedacht, ich kann sie spurlos verschwinden lassen? Dann lacht sie diabolisch, weil man jetzt wieder ein Jahr lang nichts wünschen/fragen darf.

Erfunden wurde der Stell-eine-Frage-Tag natürlich in Amerika (das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, absurdesten Gedenktage und unglaublichsten Regierungschefs) – und dort ist er in diesem Jahr auch nötiger denn je. Können sich doch am 14. März Millionen von Amerikanern ermutigt und berechtigt fühlen zu fragen: Womit befestigt unser Präsident seine Frisur? Oder: Liest Obama Trumps Twitternachrichten mit, ohne Follower zu sein und kann man ihn dafür vor Gericht stellen? Oder: Ist es möglich, dass man zu viel twittert und tot umfällt? Oder auch, da einem an diesem Tag keine Frage zu peinlich sein soll: Was haben wir getan, um diesen Präsidenten zu verdienen? Und: Wie können wir ihn dazu bringen, uns am 14. März zu fragen: Möchtet ihr die Wahl wiederholen?

Marilee Adams, Erfinderin des Stell-eine-Frage-Tags, hat sich auch eine Liste „Mit zwölf Fragen zum Erfolg“ ausgedacht (www.questionday.com). Sie beginnt mit „Was will ich?“ – aber Menschen mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne (wir denken hier, ehrlich, an niemand Bestimmtes) hören nach 1. vermutlich auf zu lesen. Und bekommen so unglücklicherweise nicht mit, dass die vierte Frage lautet: Für was bin ich verantwortlich? Die sechste: Was denkt, fühlt, möchte die andere (!) Person? Die siebte: Was entgeht mir oder was vermeide ich? Die achte: Was kann ich lernen?

Eigentlich ist der ganze Stell-eine-Frage-Tag dazu da, dass der Mensch was lernt. Dass er einmal eine Frage und eine Antwort lang nicht beratungsresistent ist. Allerdings folgt auf eine Frage (wo ist meine Socke?) nicht unbedingt eine aufrichtige Antwort (nicht in meiner Trommel!). Und allerdings darf man nicht jedem (wer ist der großartigste Präsident?) jede Frage stellen. Da man manche Antworten bereits kennt, wäre die Stell-eine-Frage-Tag-Chance bis März 2018 vertan.

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